1. Herren will Hinspielniederlage gegen Nienburg wieder wettmachen

BARSINGHAUSEN (red).

Logo HVB„Wenn wir in Nienburg punkten wollen, muss die Abwehr definitiv besser funktionieren als gegen den SV Alfeld am letzten Sonntag. Sonst stehen wir gegen die auch individuell besser als Alfeld spielenden Nienburger auf verlorenem Posten!“ so HVB-Coach Jürgen Löffler in seiner Vorschau auf das kommende Oberligaspiel des HVB am Samstag, 20.02.2016, 19.30 Uhr, beim amtierenden Niedersachsenmeister HSG Nienburg in der dortigen Meerbachhalle. Es ist noch gar nicht so lange her, als beide Mannschaften für ein spannendes Spiel sorgten – wenn auch leider mit negativem Ausgang für den HVB. Im Hinspiel im September 2015 lieferten sich nämlich beide Teams ein Klassespiel, das lange Zeit ausgeglichen war und keinen Sieger verdient gehabt hätte. Erst wenige Sekunden vor Spielschluss erzielten die hochfavorisierten Nienburger dann doch den 33:34-Siegtreffer und verhinderten so eine große Überraschung. Inzwischen sind beide Mannschaften im Bezug auf den Abstieg fast sicheren Mittelfeld der Tabelle platziert und bedenkt man, dass Nienburg am Ende der Saison sechs Punkte aufgrund des nicht wahrgenommenen Aufstiegs in die 3. Liga noch abgezogen werden, so würde der HVB sogar zwei Punkte vor der HSG von der Weser stehen. Insofern müssen die Gastgeber noch einige Punkte holen, um die Saison gesichert beenden zu können. Klares Ziel vor Saisonbeginn war bei Nienburg, wieder um den Titel mitspielen zu wollen. Daraus ist allerdings nichts geworden und auch in den verbleibenden Spielen dürften der aktuelle Tabellenführer MTV Braunschweig keine Gefahr mehr laufen, dass die HSG noch aufschließt. Wie ein roter Faden zieht sich bei den Gastgebern das Verletzungspech durch die bisherige Saison und auch für das anstehende Gastspiel des HVB an der Weser ist nicht sicher, welche Mannschaft Trainer Dirk Pauling aufbieten kann. Doch all das sollte den HVB nicht interessieren, denn es geht hier um den eigenen Klassenerhalt. Und zudem hat auch der HVB seine personellen Sorgen. Mitentscheidend für den Ausgang des Spieles wird sein, wie der HVB insbesondere im Angriff die halbrechte Seite besetzen kann. Hier wirkt sich das Fehlen eines Linkshänders wie z.B. Tom Tebbe doch spürbar aus. Dass es dazu erneut eine ähnlich schlechte Wurfquote gibt wie gegen Alfeld in Halbzeit zwei, als keine fünfzig Prozent der Würfe den Weg in das gegnerische Tor fanden, können sich die HVBer ebenfalls nicht leisten. Weiterhin muss die Abwehr deutlich kompakter und schneller auf den Beinen sein als gegen Alfeld. Im Deckungszentrum boten sich da den Angreifern doch zu viele Lücken. Diese konnten dann zwar oftmals mit einer starken Torhüterleistung von Marc Daseking wieder gestopft werden, doch haben die Nienburger auch eine deutlich besser Wurfqualität. Mit welchen Spielern Löffler die Reise an die Weser antritt, wird sich erst im Abschlusstraining herausstellen, da er eventuell seinen Kader mit Spielern aus der zweiten Herren auffüllt. Ein Problem für die junge Mannschafft des HVB könnte nämlich die Stimmung in der Halle in Nienburg sein. Die dortigen Fans stehen in jeder Minute hinter ihrer Mannschaft, feuern diese lautstark an und sorgen so für eine gewisse Hektik auf dem Spielfeld. Da heißt es, ruhig zu bleiben, den Kopf oben zu halten und Zeitstrafen zu vermeiden. Vielleicht, und hier besteht beim Team des HVB leichte Hoffnung, finden ja doch aufgrund der Nähe nach Nienburg einige Barsinghäuser Fans den Weg dorthin und unterstützen ihren HVB. Die Mannschaft würde sich auf jeden Fall freuen.