23:28: HVB erwischt einen rabenschwarzen Tag

BARSINGHAUSEN (red).

In der 54. Minute drohte dem HV Barsinghausen im Oberligaduell gegen die TSV Burgdorf III beim Stand von 19:27 ein Debakel. In den letzten sechs Minuten gestalteten die Hausherren das Ergebnis mit 23:28 (12:17) zumindest noch optisch erträglich. Viel Gutes am Spielverlauf gab es nicht. Nach überzeugenden Auftritten an den ersten vier Spieltagen waren die Deisterstädter gestern nicht wiederzuerkennen. „Alle haben ihren Mist gespielt“, stellte Löffler fest. Bezeichnend für den schwachen Auftritt war eine Szene in der 50. Minute: Nach einem langen Pass war Dennis Moritz Mitte der gegnerischen Hälfte völlig frei. Statt den freien Weg zum Tor zu suchen, spielte er einen hanebüchenen Pass auf Marc Schulze Schwering, der den Ball verstolperte. Tröstlich, dass das Spiel da beim 18:25 längst gelaufen war. Die Zahl der technischen Fehler im Verlauf der 60 Minuten passte kaum auf den Zettel von Co-Trainer Daniel Kirsten. „Das war C-Jugend“, sagte Löffler mit versteinerter Miene. Die dritte Vertretung der Recken bestrafte die Fehlerorgie ein ums andere Mal mit Gegenstößen. Beim 2:6 bat Löffler das erste Mal zur Auszeit, doch ändern tat sich nichts. Burgdorf erhöhte sogar auf 12:6 (20.). Zum ersten Mal in dieser Saison waren Unmutsäußerungen von den nicht so gut wie zuletzt gefüllten Rängen zu hören. Johannes Sonneborn („er hat aus beruflichen Gründe nicht viel trainiert“, erklärte Löffler) kam, doch das Spiel der Hausherren wurde kaum besser. Lediglich eine kurze Phase nach Wiederanpfiff, als Julian Frädermann auf 15:18 (37.) verkürzte, machte Hoffnung, aber die war schnell dahin und ein Aufbäumen nicht zu spüren.

HVB: Wiacek, Hübner; Daseking (5/3), Frädermann (4), Sonneborn, Wetzker (beide 3), Konitz, Loh, Moritz (je 2), Lippert, Stille (beide 1), Lukas Müller, Schulze Schwering, Robin Müller