Festredner würdigen die Wahlfreiheit an der Goetheschule / Schüler unternehmen Sternmarsch und bilden eine riesige 40
BARSINGHAUSEN (ta). Der heutige Montag steht in Barsinghausen ganz im Zeichen des 40. Geburtstags der KGS-Gotheschule. Noch bevor die offizielle Feier in der Aula begann, waren die Schülerinnen und Schüler mit ihren grünen T-Shirts im Rahmen eines großen Sternmarsches überall in der Stadt unterwegs. Wieder an der KGS angelangt, standen die Formierung zu einer riesigen 40, ein Picknick auf dem Sportplatz sowie ein fetziger Auftritt der Rockband „Rocking Goethe“ auf dem Programm. Der deutsche Dichterfürst wurde in der Folge auch von den Festredner immer wieder bemüht. So auch von Gesamtschulleiter René Ehrhardt, der aus Goethes Faust zitierte: „Ein jeder lernt nur, was er lernen kann; doch der den Augenblick ergreift, das ist der rechte Mann“. Überhaupt ließe sich eine Schule mit einer großen Theaterbühne vergleichen. An der KGS, die von vielen engagierten Menschen getragen werde, habe jeder seinen Part und seine Szene. Am Ende, nach manch missglückter Probe, hebe sich immer der Vorhang für den Auftritt ins Leben, so Ehrhardt. Was eine eigenverantwortliche Schule wie die KGS brauche, seien Freiheit, Geld, Personal, Ruhe sowie die Vielfalt und Wahlfreiheit der Systeme.
Die Dezernentin der Landesschulbehörde, Roswitha Strickstrack-Garcia, lobte, dass an der KGS gemeinsam gewirkt und Verantwortung übernommen werde. Dies sei allgemein umso schwieriger geworden, als dass Wissen nicht mehr so leicht als Weltzusammenhang zu begreifen sei, bemerkte sie als Hinweis auf eine der Lehren aus Goethes Faust. Auch die Bundestagsabgeordneten, Maria Flachsbarth (CDU) und Matthias Miersch (SPD) sowie der Landtagsabgeordnete, Max Matthiesen, beglückwünschten die KGS zum Jubiläum. „Wir leben nicht für die Schule, sondern für das Leben“, so Flachsbarth, während Miersch unterstrich, dass eine Schule nur das Haus sei. Entscheidend seien aber vielmehr die Schüler, die drin sind. Für Matthiesen ist die KGS bei der Gestaltung des Übergangs von der Schule in die Berufswelt ein echtes Vorbild. Er hob aber auch die enge Zusammenarbeit von KGS und Hannah-Arendt-Gymnasium hervor. Letztendlich komme es auf die innere Überzeugung an, so Matthiesen. Bürgermeister Marc Lahmann lobte insbesondere die Wahlfreiheit im kooperativen Schulsystem. Man brauche halt nicht nur Akademiker, ebenso wichtig seien die Handwerker. Hervorzuheben seien aber auch die internationalen Austauschaktivitäten der KGS, denn diese seien die Grundlage für den Frieden, so der Verwaltungschef. An einer Stelle seiner Rede wurde Lahmann allerdings gekonnt inszeniert unterbrochen, nämlich als er zu den eingeschränkten finanziellen Mitteln der Stadt sprach. Hier startete mit einem augenzwinkernden Hinweis auf die Innenstadtsanierung eine wilde Suche nach einem Geldschatz. Musikalisch künstlerisch wurde die Feierstunde von gelungenen Einlagen der Klasse 5 (Musik) und von einem Harfenstück von Lea Rauf aus dem sechsten Jahrgang umrahmt. Um 17 Uhr steht dann noch die KGS-Sommerbühne auf dem Programm.









Foto: ta/KGS