Abrissparty der Wilhelm-Stedler-Schule: Hunderte Besucher sind dabei

In den Sommerferien starten die Bauarbeiten / Zahlreiche Ehemalige tauschen Erinnerungen aus / Alte Zeitkapsel liegt noch am Gebäude / Beschluss für Neubau war eine schwierige Geburt

BARSINGHAUSEN (ta). Seit den 50er Jahren sind unfassbar viele Schülergenerationen in die Wilhelm-Stedler-Schule ein- und ausgeschult worden. Das Gebäude ist in die Jahre gekommen und die Notwendigkeit für einen Neubau war lange klar. Gleichwohl hat es fast 20 Jahre gedauert, bis sich die Ratspolitik für ein Konzept entscheiden konnte. Dass die Grundschule am jetzigen Standort neu gebaut wird, dafür haben nicht zuletzt zahlreiche Bürger mit ihren Unterschriften gesorgt. In fünf Wochen starten nicht nur die Sommerferien, sondern auch die ersten Bauarbeiten. Für den Neubau sind rund drei Jahre eingeplant worden.

Bei der heutigen Abrissparty der Stedlerschule hatten zahlreiche Ehemalige, Lehrende und Schüler, die Gelegenheit, sich von ihrer alten Schule zu verabschieden. Dafür hatten alle Klassen ein tolles Programm auf die Beine gestellt, dass die Hunderten von Besuchern auch zum Austausch über vergangene Zeiten, als auch über die vorliegenden Baupläne einlud. Nachdem der Stedlerchor unter der Leitung von Susanne Schwabe musikalisch willkommen geheißen hatte, ergriff Schulleiterin Katrin Flade das Wort. Viele Eltern hätten den Abriss des alten Gebäudes sehnsüchtig herbeigesehnt. Ebenfalls im Sommer werde der Teilumzug der Grundschule in den Altbau der Bert-Brecht-Schule beginnen. Noch am bestehenden Gebäude begraben, liege die Zeitkapsel, die aber im Zuge der Bautätigkeiten zu Tage gefördert werde. Spenden und der Erlös der Abrissparty kämen der Beschaffung von neuen Spielgeräten und Spielsachen zugute – auch alte Tische und Stühle könnten ersteigert werden. Zudem lud Flade zur Betrachtung alter Fundstücke, der Dokumentation über die politische Entscheidungsfindung für den Schulneubau und der aktuellen Bauentwürfe ein.

Richtig Stimmung kam dann auf, als zunächst die Tanz-AG ihre Choreografien aufführte und ein anschließender Flashmob für hüfende Bewegung im Rund sorgte.

Darüber hinaus wurden zahlreiche Spielmöglichkeiten, eine Hüpfburg, eine Malaktion, eine Tombola, Leckereien, wie Gegrilltes und Kuchen, und vieles mehr angeboten. Und natürlich konnten alle älteren Besucher noch einmal in Erinnerungen schwelgen oder sogar ehemalige Lehrerinnen wieder treffen.

Fotos: ta