„Aktiv für Barsinghausen“ beantragt eine zeitnahe Umsetzung der Ganztagsentwicklung der Adolf-Grimme-Schule

BARSINGHAUSEN (red).

Die Wählergemeinschaft „Aktiv für Barsinghausen“ (AFB) beantragt: „Die Position „Grundschulganztagsentwicklung der Adolf‑Grimme‑Schule“ wird in der Priorisierung der Investitionsmaßnahmen in die Kategorie A eingeordnet. 

Begründung: Die Adolf‑Grimme‑Schule wurde aufgrund ihrer besonderen sozialen Herausforderungen in das Startchancen‑Programm von Bund und Land aufgenommen. Dieses Programm verfolgt das Ziel, Schulen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf durch bessere Lernbedingungen, moderne pädagogische Konzepte und eine zeitgemäße Infrastruktur nachhaltig zu stärken. Damit diese Förderung ihre volle Wirkung entfalten kann, müssen die räumlichen Voraussetzungen zeitnah geschaffen werden. Die derzeitige Planung sieht jedoch vor, lediglich einen geringen Ansatz von 1,3 Mio. € für kleinere Baumaßnahmen bereitzustellen, während die für die Ganztagsentwicklung notwendigen Investitionen in Höhe von rund 12,5 Mio. € erst nach 2037 realisiert werden sollen. Eine solche Verschiebung ist sowohl bildungspolitisch als auch wirtschaftlich nicht vertretbar.

1. Fehlende räumliche Voraussetzungen gefährden die Wirksamkeit des Startchancen‑Programms

Das Programm ist auf zehn Jahre angelegt und hat zum Ziel, dass Schulen ihre pädagogischen Konzepte – insbesondere Rhythmisierung, Lernlandschaften und Ganztagsstrukturen – umsetzen können. Ohne entsprechende Räume können zentrale Elemente des Programms nicht realisiert werden. Die Stadt würde damit eine Förderung annehmen, deren Wirkung sie selbst strukturell begrenzt.

2. Provisorien verursachen zusätzliche und nicht nutzbare Kosten

Ohne zeitnahe Ganztagsräume müssen Übergangslösungen geschaffen werden – etwa Container, Ausweichräume oder Zwischenumbauten. Diese Investitionen fließen nicht in die endgültige Infrastruktur ein und belasten den Haushalt zusätzlich ohne langfristigen Nutzen.

3. Die wirtschaftliche Chance liegt in der zeitnahen Umsetzung

Zwar werden Sanierungsmaßnahmen nicht direkt aus dem Startchancen‑Programm finanziert, jedoch können Mittel aus dem Programm nur dann wirksam in Maßnahmen zur Verbesserung der Lernbedingungen eingesetzt werden, wenn die räumlichen Voraussetzungen vorhanden sind oder dieses zumindest ineinandergreift.

Eine spätere Umsetzung der Baumaßnahmen hätte mehrere Nachteile:

  • Die Stadt verzichtet über Jahre hinweg darauf, die pädagogischen und strukturellen Verbesserungen des Programms voll auszuschöpfen.
  • Steigende Baukosten führen dazu, dass der kommunale Eigenanteil bei einer Umsetzung nach 2037 voraussichtlich ohne jegliche Förderung deutlich höher ausfallen wird.
  • Die Verzögerung schwächt die Wirkung der laufenden Förderung, da pädagogische Konzepte ohne passende Räume nur eingeschränkt umgesetzt werden können.
  • 4. Die Bedeutung der Adolf‑Grimme‑Schule für Barsinghausen erfordert eine Priorisierung: Die AGS ist eine zentrale Schule im Stadtgebiet und trägt wesentlich zur sozialen Integration und Chancengerechtigkeit bei. Eine Verzögerung der Ganztagsentwicklung verschärft bestehende Problemlagen, mindert die Attraktivität der Schule und wirkt sich negativ auf die gesamte Bildungslandschaft Barsinghausens aus.

5. Politische Glaubwürdigkeit und Verantwortung gegenüber Eltern, Kindern und Lehrkräften

Mit der Aufnahme in das Startchancen‑Programm wird der AGS eine besondere Bedeutung zugeschrieben. Es ist politisch kaum vermittelbar, dass die Stadt diese Anerkennung annimmt, gleichzeitig aber die dafür notwendigen strukturellen Maßnahmen um mehr als ein Jahrzehnt verschiebt. Eine Priorisierung in Kategorie A zeigt, dass Barsinghausen die Verantwortung ernst nimmt und die Förderung zielgerichtet unterstützt.

Insgesamt ist eine zeitnahe Umsetzung der Ganztagsentwicklung der Adolf‑Grimme‑Schule sowohl pädagogisch notwendig als auch wirtschaftlich geboten. Die Einordnung in die Kategorie A stellt sicher, dass die Stadt Barsinghausen die Chancen des Programms voll ausschöpft und langfristig Kosten vermeidet“, so Kerstin Beckmann und Thomas Struß von Aktiv für Barsinghausen.

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