BARSINGHAUSEN (red).
„Auf Initiative der Wählergemeinschaft Aktiv Für Barsinghausen, AFB-WG, wurden nach der letzten Kommunalwahl Ortsbeauftragte für jeden Ortsteil berufen. Ihre Aufgaben und Möglichkeiten sind in einer Satzung der Stadt beschrieben und bieten einen breiten Gestaltungsspielraum für die Männer und Frauen aus der Mitte der Dorfgemeinschaften, die sich für diese Aufgabe interessieren. Ziel war es, Ansprechpersonen für die Bürgerinnen und Bürgern direkt vor Ort zu gewinnen. Ohne bürokratische Einschränkungen sollen sie die Belange der Ortsteile gegenüber Stadtrat und Verwaltung vertreten, sie repräsentieren den Ortsteil und können so die Identifizierung mit der Ortsgemeinschaft entscheidend verbessern. Zum Ende der Wahlperiode sollten wir aus den gemachten Erfahrungen lernen und Bilanz ziehen. „Wir haben viele positive Rückmeldungen aber kein systematisch erhobenes Bild darüber, ob unsere Ziele erreicht wurden“, stellt Kerstin Beckmann, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion der Wählergemeinschaft AFB-WG, fest. Daher beantragt die Fraktion eine Evaluierung des in Barsinghausen umgesetzten Modells. „Unser Ziel ist, die Repräsentation und Bürgernähe sowie die Ortsbeauftragten selbst in der Wahrnehmung der Aufgabe weiter zu stärken“, begründet Beckmann diesen Vorstoß. Dafür möchte die Fraktion Handlungsbedarfe identifizieren. Die Evaluierung soll enthalten:
- Ein Feedback der Ortsbeauftragten selbst zu Stärken, Schwächen und Empfehlungen u.a. bezogen auf die Kommunikation mit der Verwaltung, ihren Handlungsrahmen, die wahrgenommene Legitimation durch die Bevölkerung und die Unterstützung durch Rat und Verwaltung.
- Eine Übersicht in wie vielen Fällen eine Beteiligung erfolgt ist.
- Eine Einschätzung der Stadtverwaltung zum Aufwand und Nutzen der erfolgten Beteiligungen.
Die Verwaltung wird gebeten die Ergebnisse der Evaluierung im 1. Quartal des Jahres 2026 in einer öffentlichen Ausschusssitzung vorzustellen. „Unsere Ortsteile sind in ihrer Vielfalt bereichernd und machen zusammen mit dem urbanen Zentrum den Charme unserer Stadt aus,“ erklären die AFB-WG Fraktionsmitglieder Thomas Struß und Kerstin Beckmann. „Wir brauchen Strukturen in Verwaltung und Politik, die Bürgerinnen und Bürger ermutigen, ihre Meinung und ihre Vorschläge kontinuierlich und frühzeitig in das politische Handeln einzubringen, um ihr Umfeld selbst zu gestalten,“ meinen Struß und Beckmann und sind sich sicher: „Das geht am Besten vor Ort.“
„Wir sind sehr erstaunt, dass der Ratsbeschluss zur Aufstellung von Containern aus dem April dieses Jahres nicht umgesetzt werden soll. Der Rat hatte ebenfalls beschlossen auf der Grundlage des Start-Chancen Programms zeitnah ein Konzept zu initiieren auf dessen Grundlage die Schule in pädagogischer und räumliche Sicht weiter entwickelt werden kann. Die Container sollten entlasten, um diese konzeptionelle Arbeit zu leisten und dafür Raum und Zeit sicher zu stellen. Stattdessen werden dem Ausschuss die inhaltlich bereits entkräftete Argumente nach 5 Monaten erneut aufgetischt. Wie wir auf einem Ortstermin in der vergangenen Woche erleben mussten, richtet sich der pädagogische Schulbetrieb inzwischen fast nur noch nach der Verfügbarkeit von Räumen. Sprachprüfungen müssen auf den Fluren stattfinden, zusätzliches sozialpädagogisches Personal kann nicht eingestellt werden. Beides weil keine Räume zur Verfügung stehen. Gleichzeitig werden ohnehin zwingend aus Gesundheits- und Arbeitsschutzgründen überfällige Baumaßnahmen, wie die Fertigstellung der Akustikdecken oder PAK- Sanierung des Musikraums als qualitative Weiterentwicklung im Rahmen des Start-Chancen-Programms dargestellt. Dies gilt auch für den Einbau eines barrierefreien WC, was für eine Schule, die bereits vor rund 15 Jahren als Schwerpunktschule für körperliche und motorische Entwicklung klassifiziert wurde, ein dramatisches Versäumnis darstellt. Wir haben den Eindruck, dass es der Verwaltung offensichtlich missfällt, dass der Rat andere Prioritäten gesetzt hat, als es die Bauverwaltung ursprünglich vorgesehen hatte. Wir werden als Fraktion jedoch weiter darauf drängen, dass das Start-Chancen-Programm für die Adolf-Grimme-Schule genutzt wird, um die pädagogische Arbeit unserer Schule in der Nordstadt weiterzuentwickeln. Baumaßnahmen haben sich nach diesen pädagogischen Bedarfen zu richten und müssen sich anschließen. Das Programm der Verwaltung konterkariert diesen Ansatz geradezu durch konzeptionslos aneinandergereihte Einzelmaßnahmen, die den pädagogischen Betrieb eher stören und dessen perspektivische Weiterentwicklung beschneiden. Wir haben beantragt, den Auftrag der Containerbeschaffung abzuschließen und die fachliche Begleitung der pädagogischen Weiterentwicklung der AGS auf der Grundlage des Start-Chancen-Programms im Einvernehmen mit der Schulleitung einzuleiten.“
Foto: AFB
