„Armutsgefährdung abschaffen“: SoVD startet Petition

REGION/NIEDERSACHSEN (red). 

13 Millionen Menschen sind in Deutschland von Armut bedroht. Fast jeder kann betroffen sein. Die Politik ignoriere dieses Problem seit Jahren. Das nimmt der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen nicht länger hin und startet ab Juli seine Petition „Armutsgefährdung abschaffen: Licht an – 4 Forderungen gegen Armutsschatten“. Wer eine Behinderung hat, alleinerziehend oder erwerbsgemindert ist, ist besonders armutsgefährdet. „In einem reichen Land wie Deutschland ist es nicht hinnehmbar, dass so viele Menschen nicht wissen, wovon sie im Alter leben sollen“, sagt Bernhard Sackarendt, Vorsitzender des SoVD in Niedersachsen. „Es ist jetzt an der Zeit, gemeinsam ein Zeichen zu setzen und die Verantwortlichen zum Handeln zu bewegen.“ Im Rahmen seiner Kampagne „Wie groß ist dein Armutsschatten?“ startet Niedersachsens größter Sozialverband deshalb eine Petition und sammelt Unterschriften gegen die Armutsgefährdung in unserer Gesellschaft. Seine Forderungen sind dabei ganz konkret: Es muss einen Mindestlohn von mindestens 13 Euro geben, damit jede*r von seiner*ihrer Arbeit leben kann und eine angemessene Rente erhält. Außerdem sollen bei allen Alleinerziehenden die ersten drei Jahre der Erziehungszeit bei der Rente anerkannt werden – das ist nämlich bislang noch nicht der Fall. Um Menschen mit Behinderung vor Armut zu schützen, plädiert der niedersächsische SoVD dafür, die Ausgleichsabgabe nicht nur zu verdoppeln. „Wir sind der Meinung, dass sie perspektivisch sogar abgeschafft werden muss, damit Unternehmen sich nicht mehr freikaufen können“, so Sackarendt. Damit Armut und Krankheit im Alter bekämpft werden können, setzt sich der Verband für eine Stärkung der gesetzlichen Rente ein. Um beim Thema Armutsgefährdung endlich etwas zu bewegen, zählt jede Stimme. Unterstützen deshalb auch Sie die SoVD-Petition! Das geht ganz einfach unter www.armutsschatten.de/petition.