Artenreiche Wegränder sind Thema der Radtour von NABU und Landvolk

EGESTORF/LANGREDER (red).

Am vergangenen Freitag unternahmen das Landvolk Hannover und der NABU Barsinghausen eine gemeinsame Radtour in die Egestorfer Feldmark. Unter der Leitung von Arnd von Hugo (Landvolk) und Olaf von Drachenfels (NABU) wurden Themen von Naturschutz und Landwirtschaft in der Feldmark angesprochen. Schwerpunkt war die Bedeutung und sachgerechte Pflege von Wegrainen. Die meisten Säume weisen nur einen artenarmen Aufwuchs aus hohen Gräsern und Brennnesseln auf. An einer Stelle konnte aber auch ein vorbildlicher Abschnitt gezeigt werden, an dem viele für Insekten wichtige Blütenpflanzen wie Vogel-Wicke, Wiesen-Platterbse und Rot-Klee blühen.

Den Teilnehmenden wurde dabei erklärt, welche Bedeutung diese Lebensräume für den Biotopverbund haben, wie man ihre Artenvielfalt fördern kann und welche rechtlichen Probleme es derzeit dabei gibt. So wäre eine Abfuhr des Mähguts notwendig um ein Teil der im Übermaß vorhandenen Nährstoffe zu entziehen, außerdem ein Konzept mit gestaffelten Mähterminen. Seitens der Landwirtschaft wurde von Arnd von Hugo und Kai Hendrik Struss erklärt, dass die Pflege der Seitenstreifen derzeit eine Dienstleistung der Landwirte für die Gesellschaft darstellt, deren Kosten die Betriebe tragen. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass die Aufstellung eines Pflegekonzeptes zumindest als Pilotprojekt sinnvoll wäre und die erhöhten Kosten z.B. im Zusammenhang mit dem Niedersächsischen Weg getragen werden sollten. Zum Abschluss resümierte Arnd von Hugo, dass es eine sehr informative Veranstaltung war und man den Austausch mit dem NABU fortsetzen wird.

Fotos: Hannelore Owens / Olaf von Drachenfels