Autorin Ursula Krechel liest auf Einladung von „Barsinghausen ist bunt“ aus Ihrem Buch „Geisterbahn“

Die Veranstaltung mit der Trägerin des Deutschen Buchpreises 2018 findet statt am Donnerstag, 20. Februar, 19 Uhr, im Saal der Mariengemeinde

BARSINGHAUSEN (red). Am 20. Februar ist Ursula Krechel zu Gast in Barsinghausen. Auf Einladung von „Barsinghausen ist bunt“ liest sie um 19 Uhr im Gemeindesaal der Mariengemeinde am Mont-St.Aignan-Platz aus ihrem jüngsten Buch „Geisterbahn“. Fast ein Jahrhundert umfasst dieser Roman. Erzählt wird die Geschichte der deutschen Familie Dorn, die als Sinti der mörderischen Verfolgung des NS-Regimes ausgesetzt sind: Sterilisation, Verschleppung, Zwangsarbeit. Am Ende des 2. Weltkrieges haben sie den Großteil ihrer Familie, die Existenzgrundlage und jedes Vertrauen in Menschen und Institutionen verloren. Und Anna, die Jüngste, sitzt mit Kindern in einer Klasse, deren Schicksal auf unterschiedliche Weise mit der unglückseligen Vergangenheit verbunden ist, alle haben mit Verheerungen und Brüchen in ihrer Familiengeschichte zu tun. Und am Ende wird die  Lebensgrundlage der Dorns erneut  von rechten Schlägern zerstört.

Ursula Krechel hat sich in mehreren Werken damit auseinandergesetzt, was Nationalsozialismus und Krieg in den Menschen angerichtet hat, über seelische Deformationen und Verhaltensweisen durchaus auf beiden Seiten: Täter und Opfer. Sie wird an diesem Abend insbesondere Passagen lesen, die das Schicksal von Orli Wald beleuchten. Orli (Aurelia) Wald kam nach ihrem Leidensweg als vom Nazi-Regime Verfolgte nach dem Krieg durch ihre Heirat mit Peter Wald nach Hannover. Heutzutage ist ihr dort eine Straße gewidmet, die Orli-Wald-Allee. Der Eintritt kostet 8 €. Karten gibt es nur an der Abendkasse, Reservierungen können jedoch unter vorstand@barsinghausen-ist-bunt vorgenommen werden. Einlass ist ab 18.45 Uhr.

Foto: privat