AWO lädt zu feministischer Podiumsdiskussion ein

Thema: Alleinerziehend, alleingelassen? – Wenn Elternschaft zum Armutsrisiko wird

REGION (red). Der AWO Bezirksverband Hannover veranstaltet am 30. September um 16 Uhr ein feministisches Podium im Kulturzentrum Faust in Hannover-Linden. Die Panel-Diskussion zum Thema „alleinerziehend, alleingelassen? Wenn Elternschaft zum Armutsrisiko wird“ reiht sich in das Veranstaltungsformat „mutig. unbequem. laut.“ ein. Als sozialpolitischer Verband macht sich die AWO seit ihrer Gründung stark gegen soziale Ungleichheit. Besonderer Fokus der Veranstaltungsreihe liegt daher in diesem Jahr auf der hohen Armutsquote, die Alleinerziehende betrifft.

Fast die Hälfte der Kinder in Familien, die Bürgergeld beziehen, lebt mit nur einem Elternteil zusammen, was die Notwendigkeit politischer und gesellschaftlicher Unterstützung verdeutlicht. Trotz der Tatsache, dass 71 Prozent der alleinerziehenden Mütter berufstätig sind, sind sie überproportional von Armut betroffen. Die Veranstaltung thematisiert, dass traditionelle Rollenbilder, wie das männliche Ernährermodell, weiterhin in der Gesellschaft verankert sind und die Gleichberechtigung der Geschlechter im Familienmodell behindern. Ein zentrales Anliegen der Veranstaltung ist es, die Perspektive von Alleinerziehenden selbst einzubeziehen sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten zur Bekämpfung der Armut von Alleinerziehenden zu erörtern und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu hinterfragen. Die Podiumsgäste sind:
·       Verein alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV Ortsverband Hannover)
·       Alleinerziehende Armutsexpertin
·       Zukunftsforum Familie e.V. (ZFF)

Moderation: Landesarmutskonferenz Niedersachsen (LAK)

Die Veranstaltungsreihe „mutig. unbequem. laut.“ ist inspiriert von der AWO Gründerin Marie Juchacz, die als erste Frau im deutschen Parlament sprach und sich stets für die Gleichberechtigung der Geschlechter einsetzte.