Barsinghausen beteiligt sich am Sofortprogramm “Perspektive Innenstadt”

Auf Antrag von CDU und SPD stimmte der Bauausschuss für die Verwaltungsvorlage / 650.000 Euro an Fördergeldern möglich

BARSINGHAUSEN (ta/red). SPD und CDU hatten im Bauausschuss jeweils Anträge eingebracht, damit sich Barsinghausen an dem Sofortprogramm “Perspektive Innenstadt” des Landes Niedersachsen beteiligt. Einstimmig beschlossen wurde, dass die Verwaltung beauftragt wird, in Abstimmung mit “Unser Barsinghausen” und anderen Beteiligten den auf Barsinghausen entfallenden Förderbetrag aus dem Sofortprogramm des Landes Niedersachsen “Perspektive Innenstadt” unter Angabe möglicher zu fördernder Einzelmaßnahmen kurzfristig abrufen. “Es geht um 650.000 Euro Fördergelder, warb SPD-Ratsmitglied Marlene Hunte-Grüne und auch CDU-Ratsherr Max Matthiesen betonte, man sollte das Förderprogramm nutzen, damit die Innenstadt lebendig bleibe. Über das Programm sei auch der Erwerb von Immobilien, wie das Fachwerkhaus am Thie, möglich. Bei der Umsetzung von konkreten Projekten sollte vor allem die Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketingverein “Unser Barsinghausen” gesucht werden.

Darstellung der Verwaltung: Niedersachsen unterstützt die Städte und Gemeinden bei der Bewältigung der Pandemiefolgen in den Innenstädten. Das Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt!“ umfasst 117 Millionen Euro aus EU-Coronahilfen, das im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) programmiert wird. Kommunen können Anträge beim Niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung stellen. Nach Aufnahme in das Programm sollen Städte und Gemeinden mit nach Einwohnerzahl gestaffelten Budgets zwischen 320.000 Euro und 1,5 Millionen Euro ausgestattet und so befähigt werden, kurzfristig neue Projekte und Konzepte für ihre Innenstädte umzusetzen. Die Projekte müssen bis März 2023 abgeschlossen sein. Antragsstichtag ist der 15. Juli 2021.
 Zukünftige Nutzungen sollen besonders frequenzbringende Angebote sein, z.B.
 Einzelhandels-Startups (Popup-Stores) und Gastronomie-Startups,
 Dienstleistungsgewerbe mit Publikumsverkehr,
 Direktverkauf landwirtschaftlicher Produkte,
 neue Angebote von Lieferservices/ Verteilstationen,
 Showrooms des regionalen Online-Handels,
 kulturwirtschaftliche Nutzungen,
 bürgerschaftliche und nachbarschaftliche (wohn-affine) Nutzungen (Repair-Cafés, Räume
für Initiativen etc.),
 Nutzungen zur Ermöglichung von neuen Mobilitätslösungen (zum Beispiel
Fahrradabstellflächen mit E-Ladestationen).

Foto: Bärbel Cronau-Kretzschmar