Bauausschuss stimmt für die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge und beschäftigt sich mit dem Altbau der Bert-Brecht-Schule und Plastikmüll

BARSINGHAUSEN (ta).

Nachdem in der letzten Woche der Finanzausschuss für die Aufhebung der Straßenausbaubeitragssatzung gestimmt hatte, folgte gestern der Bauausschuss. Eine Gegenstimme gab es von Kerstin Beckmann (Aktiv für Barsinghausen), für die Mehrheitsentscheidung aber Applaus aus den Reihen der anwesenden Einwohner. Kontroverser ging es da schon bei der Diskussion eines SPD-Antrags zur Zukunft des Altbaus der Bert-Brecht-Schule zu. Aufgrund des historischen und ortsbildprägenden Charakters des Gebäudes müsse der Bau erhalten bleiben und einer geeigneten Nachnutzung zugeführt werden, so Marlene Hunte-Grüne (SPD). Zudem sollte die Verwaltung nach dem Willen der SPD bis Ende diesen Jahres ein Konzept für die Nachnutzung vorlegen. Hierfür sollte der Verwaltung mehr Zeit eingeräumt werden, meinte CDU-Ratsherr Max Matthiesen. Die Grünen schlugen vor, für den Erhalt des Altbaus diesen an den meistbietenden Käufer zu veräußern. Letztendlich wurde der Antrag mit sechs Gegenstimmen und vier Ja-Stimmen abgelehnt. Als behandelt erklärt wurde ein Antrag der Grünen. Zur Vermeidung und Minimierung von Plastik in der Verwaltung solle sich die Stadt mit ihren Einrichtungen und Liegenschaften vorbildlich für den Verzicht auf Plastik einsetzen. Der Vorstoß stieß nicht nur in den Fraktionen auf große Zustimmung. Auch Naturschützerin Hannelore Owens lobte den Antrag. Nun sei die Politik gefordert, sagte sie. Jörn Benseler von der FDP und CDU-Fraktionsvorsitzender Gerald Schroth meinten ergänzend, die Verwaltung solle die Einführung eines Umweltmanagements in Barsinghausen und die damit verbundenen Kosten prüfen. Der Antrag wurde als behandelt erklärt, entscheiden soll nun der Verwaltungsausschuss.

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