CDU fordert kostenlose Taxifahrten für Senioren zum Impfzentrum

REGION (red).

Die Impfungen gegen das Coronavirus in der Region Hannover haben am 30. Dezember begonnen und werden nun fortlaufend durchgeführt. Sie sind neben der Einhaltung der AHA+L-Regeln ein entscheidender Baustein in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Da aber nur eine überschaubare Menge an Impfstoff den Weg in die Region Hannover gefunden hat, wird dieser von mobilen Teams in Alten- und Pflegeheimen verimpft. Das Impfzentrum auf dem Messegelände bleibt vorerst bis Februar geschlossen. „Die Regionsverwaltung hat ihre Hausaufgaben erledigt und ist bereit, das Impfzentrum zu öffnen“, so der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion Bernward Schlossarek. “Mit der Entscheidung der Region Hannover, ein zentrales Impfzentrum gemeinsam mit der Landeshauptstadt auf dem Messegelände in Hannover einzurichten, stellt sich aus Sicht der CDU-Fraktion Region Hannover vor allem die Frage, wie die betagten Seniorinnen und Senioren aus den Umlandkommunen und der Landeshauptstadt das Impfzentrum erreichen können. Für uns ist klar, dass es besonders für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen zwischen Neustadt, Springe und Uetze sowie aus den Randbereichen der Landeshauptstadt mit viel Aufwand verbunden ist, das Impfzentrum zu erreichen. Vor allem auch, wenn der öffentliche Nahverkehr gemieden wird und kein eigener PKW vorhanden ist“, so Schlossarek. “Wenn das Impfzentrum im Februar öffnet und es größere Impfmengen gibt, dann muss die Landesregierung sicherstellen, dass ältere und gebrechliche Menschen, die nicht in Heimen leben, bei der Anreise unterstützt werden. Eine Möglichkeit könnten kostenlose Taxifahrten für betroffene Seniorinnen und Senioren sein. Aber auch die Einrichtung von separaten Buslinien zum Impfzentrum wäre eine denkbare Option“, so Schlossarek weiter. “„Ebenso sollten die mobilen Impfteams dezentrale Impfungen in den regionsangehörigen Städten und Gemeinden ermöglichen und ausbauen, nachdem die Impfungen in Senioren- und Pflegeheimen abgeschlossen sind“, betont Schlossarek. “Darüber hinaus muss die Informationspolitik besser werden. Leider wurden hier in den letzten Tagen nur “Fragezeichen” produziert. Viele ältere Menschen sind über das Informationsdefizit verunsichert und irritiert. Das muss besser werden“, so Schlossarek. “Auch wenn der Impfstart kurz nach Weihnachten holprig gewesen ist, so ist es jetzt umso wichtiger, dass die Immunisierung durch die Zweifach-Impfung an Akzeptanz gewinnt. Wir alle wünschen uns, noch schneller mehr Menschen impfen zu können. Es ist ein Glück und alles andere als selbstverständlich, dass wir schon nach weniger als einem Jahr Forschung einen wirksamen Impfstoff zur Verfügung haben. Jeder, der sich freiwillig impfen lässt, trägt zur Bekämpfung der Pandemie bei. Das gilt gerade für Personen, die beruflich und mit großem Engagement besonders gefährdete Menschen betreuen oder pflegen“, so Schlossarek abschließend.

Foto: Alexander Körner / Johanniter