CDU kritisiert Verzögerungen beim Bau der Wilhelm-Stedler-Schule

BARSINGHAUSEN (red).

Die aktuelle Entwicklung beim Bau der Wilhelm-Stedler-Schule ist aus Sicht der CDU Barsinghausen neben der Planung für das Fachwerkhaus ein erneuter Beweis für eklatante Planungsfehler der Verwaltung und der rot-grünen Ratsmehrheit. „Der sorglose Umgang mit Steuergeldern gibt uns zu denken, denn auch in diesem Fall geht es um viele Millionen Euro“, gibt CDU-Fraktionschef Gerald Schroth zu bedenken. Obwohl mit dem Bau noch gar nicht begonnen wurde, ist bereits jetzt mit erheblichen Verzögerungen und Mehrkosten zu rechnen. Ein von der Verwaltung gewünschter Generalunternehmer konnte wegen diverser Formfehler im Ausschreibungsverfahren noch nicht gefunden werden. Die Leistungsanforderungen wurden nicht erfüllt, die Kosten explodierten auf nunmehr knapp 28 Millionen Euro. Mit weiteren Steigerungen ist leider zu rechnen.

Die FDP forderte vor Pfingsten ein Umdenken und beantragte mit Zustimmung der CDU, die Planung und Koordination der Gewerke kostengünstiger von der Bauverwaltung durchführen zu lassen. „Diese Forderung haben SPD und Grüne abgelehnt. Die drei Anbieter erhalten nun die Möglichkeit, ihre Angebote nachzubessern, Anfang Juli soll nach Wirtschaftlichkeit entschieden werden“, erklärt Schroth. Er habe große Zweifel daran, dass dieser Zeitplan eingehalten werden könne, zumal ursprünglich bereits in den Sommerferien mit dem Bau begonnen werden sollte. Zu Beginn der Planungen für den Schulneubau wurden laut Schroth die Kosten auf etwa 12 Millionen Euro geschätzt. Im Laufe der Jahre wurden daraus 18 und zuletzt 23  – die aktuelle Kalkulation mit Einsatz eines Generalunternehmers liegt bei etwa 28 Millionen Euro. Natürlich lasse sich dieses Unternehmen die Mehrleistungen bezahlen. Sinnvoll wäre es gewesen, vor dem Abriss des alten Gebäudes nach dem passenden Generalunternehmer zu suchen.

„Die Bauverwaltung ist ab dem 1. Juni mit einer Personaldecke von 100 Prozent sehr gut aufgestellt. Die CDU ist davon überzeugt, dass die Planung in Eigenregie – so wie es in der Vergangenheit übrigens auch gehandhabt wurde – wesentlich günstiger und effektiver wird“, so der Fraktionschef. Dass bereits in zwei Jahren die ersten Kinder die neue Schule besuchen werden, hält die CDU für utopisch. „Wir befürchten, dass der ambitionierte Zeitplan unter diesen Vorzeichen nicht gehalten werden kann“, sagt Michael Kowalski, Vorsitzender des Stadtverbandes. Viele Probleme wären allen Beteiligten erspart geblieben, wenn der Neubau, wie seinerzeit von der CDU gefordert, auf dem Gelände der Bert-Brecht-Schule realisiert worden wäre.