CDU-Ortsverbandsvorsitzender Klaus Voges vermisst politische Verlässlichkeit

Mehrere Mitglieder der CDU-Goltern werden für ihre langjährige Parteizugehörigkeit geehrt 

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Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth (li.) und Klaus Voges (re.) zeichnen Anno v. Heimburg (2.v.li.), Volker Franzen, Henning v. Alten sowie Elisabeth und Adolf Rieger für jahrzehntelange Treue zur CDU aus.

GROßGOLTERN (ta). Auch in diesem Jahr nutzte der Vorsitzende der CDU-Goltern, Klaus Voges, die Hauptversammlung, um zum Teil deutliche Kritik an den politischen Entscheidungsträgern und der eigenen Partei zu üben. Insgesamt habe sich die SPD beim Festlegen des Kurses der Bundesregierung sehr viel besser verkauft als die CDU, obwohl die Christdemokraten der stärkere Koalitionspartner seien. Wie viele der ausgetretenen Parteimitglieder vermisse auch er die Verlässlichkeit in der Politik, so Voges, der als Beispiele den viel zu kurzfristigen Ausstieg aus der Atomenergie, die doppelte Staatsbürgerschaft und die Rentenreform nannte. Dies führe dann unter anderem zu umstrittenen Planungen wie bei der Stromtrasse SuedLink. In der Region Hannover zeugten die Neuregelung zur Müllabfuhr und die Krankenhausschließungen von mangelnder Bürgernähe. Hierfür machte der Ortsverbandsvorsitzende das rot-grüne Lager ebenso verantwortlich wie für das beschlossene Raumordnungsprogramm (RPO), welches zur Ausdünnung kleiner Ortschaften führen werde. Mit Blick auf die Barsinghäuser Lokalpolitik begrüßte Voges zwar, dass es durch die Haushaltskonsolidierung gelungen sei, ausgeglichene Haushalte vorzulegen, andererseits hätten die Ratsfraktionen sich hiermit aber auch die eigenen Handlungsspielräume enorm beschränkt. Der CDU-Goltern gehören momentan 53 Mitglieder an. Den feierlichen Höhepunkt der Versammlung stellten die Ehrungen von langjährigen Parteimitgliedern dar. Jeweils 50 Jahre gehören Henning v. Alten, Anno v. Heimburg und Volker Franzen der CDU an. Auf 40 Jahre Zugehörigkeit bringt es das Ehepaar Elisabeth und Adolf Rieger. Alle Geehrten wurden von der CDU-Bezirksvorsitzenden und parlamentarischen Staatssekretärin, Maria Flachsbarth, beglückwünscht und mit Urkunden ausgezeichnet. Abgerundet wurde die Versammlung mit einem Bericht des CDU-Fraktionsvorsitzenden im Rat, Roland Zieseniß, sowie einer politischen Bestandsaufnahme von Maria Flachsbarth.

IMG_6764Foto: ta