CDU zur Impfmüdigkeit: “Die Region muss den Sprint anziehen”

REGION (red).

“An den nächsten beiden Samstagen bietet die Feuerwehr spontane Impfungen auf dem Ernst-August-Platz vor Hannovers Hauptbahnhof an. Verabreicht wird der Einmalimpfstoff von Johnson & Johnson. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, aber noch deutlich zu wenig. Die Regionsverwaltung muss den Sprint anziehen, um das Wettrennen mit dem Virus zu gewinnen. Das Wettrennen heißt: Impfquote gegen bevorstehenden Winter. Es ist von fundamentaler Wichtigkeit, dass die Impfquote bis zur kalten Jahreszeit bei mindestens 80 % liegt. Der Aufwand, damit dieses Ziel erreicht wird, kann gar nicht groß genug sein. Eine ausreichend hohe Impfquote ist die Grundlage, dass wir gut, sicher und ohne Lockdown durch diesen Winter kommen. Ich erwarte von der Verwaltung, dass sie jetzt endlich das dezentrale und spontane Impfen in der gesamten Region forciert. Nicht nur vor Hannovers Hauptbahnhof, am Einkaufszentrum in Lehrte oder am Mühlenberg, sondern in jedem Winkel der Region muss es viele spontane Angebote zeitgleich geben. Ein einzelner Impfbus für die gesamte Region Hannover mit 1,2 Millionen Einwohnern und einer Größe wie das Saarland ist leider viel zu wenig. Die Region muss endlich aus den Startblöcken kommen. Wer hier am falschen Ende spart, verliert das Rennen mit dem Virus und bekommt die Quittung im Winter. Deshalb sage ich ganz klar: Wir brauchen jetzt sofort deutlich mehr Impfbusse sowie mobile Impfeinheiten für die Region Hannover. Außerdem braucht es jetzt kreative Ansätze. Ob es am Ende die Bratwurst, das Eis oder eine Band, die Musik neben einem Impfbus spielt, ist nicht entscheidend. Hauptsache wir bekommen die Personen, die darüber nachdenken, sich impfen zu lassen, spontan motiviert, so dass sie sich jetzt impfen lassen. Im Winter könnte es zu spät sein“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Bernward Schlossarek. “Neben der Anzahl der Impfbusse, die deutlich erhöht werden muss, sind auch die Standorte der Impfbusse ganz entscheidend. Wir müssen zu den Menschen kommen und nicht andersherum. Es liegt im Interesse der Region Hannover, dass die Verwaltung aktiv den Einwohnerinnen und Einwohnern Impfangebote macht. Das heißt: Mit Impfungen etwa in Universitäten, Berufsschulen, Supermärkten, Einkaufszentren und auf Partymeilen sowie in Fußballstadien können viele Menschen erreicht werden. Es darf nichts unversucht bleiben. Die Impfkampagne muss sofort aus dem Sommerloch geholt werden. Nichts ist so teuer wie ein weiterer Lockdown“, so Schlossarek abschließend.

Foto: Alexander Körner / Johanniter