Das ist unser aller Land – Die Würde des Menschen ist unantastbar und dieses Recht ist und bleibt unteilbar

Leserbrief von Bettina Klein

BARSINGHAUSEN (red). „Jeder Mensch, unabhängig von Hautfarbe, kultureller Abstammung, Religion, geschlechtliche Identität oder sexueller Orientierung hat die gleichen Rechte, hat ein grundsätzliches Recht auf Akzeptanz und Respekt. Daran müssen sich alle Menschen, die in Deutschland leben, halten. So leben zu können, ist keine Selbstverständlichkeit, dafür haben Menschen gekämpft und kämpfen immer noch! Wir dürfen es nicht länger zulassen, dass in Zeiten des Umbruchs von rechtsradikalen Kräften Gruppen gegeneinander ausgespielt werden, um ein vollkommen veraltetes und reaktionäres Menschen- und Familienbild zurück zu beschwören. Wohin ein solches „Menschenbild“ geführt hat, ist gerade für die deutsche Geschichte noch gegenwärtig: Zum Tod von Millionen von Menschen! Wir stehen zurzeit an einer Schwelle, wo wir in vielen Bereichen umdenken müssen. Der Klimawandel ist allgegenwärtig. Wenn wir für unsere Kinder und Kindeskinder auch noch eine lebenswerte Zukunft erhalten wollen, müssen wir uns in einigen Bereichen umstellen. Es ist nicht einfach, frühere „Selbstverständlichkeiten“ aufzugeben und mit neuen Herausforderungen und Belastungen umzugehen. Auch die Spätfolgen der Pandemie haben wir noch nicht überwunden. Und die Auswirkungen des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine belasten uns auch in Deutschland. Wie wir den Herausforderungen der Zeit begegnen, hängt von uns ab! Wollen wir eine kreative Zusammenarbeit, die das respektvolle konstruktive Ringen um die richtigen Entscheidungen beinhaltet oder eine plumpe Propaganda, basierend auf Hass, Hetze und Desinformationen? Letzteres wird nur in den Untergang führen, weil Hass und Hetze nicht ein einziges unserer Probleme löst, auch das hat die Geschichte gezeigt. Wenn wir in einer Gesellschaft leben, die die natürlichen Rechte von Menschen negiert, muss sich jede einzelne Person fragen: Wann bin ich oder ein Familienmitglied, oder eine Freund*in, eine Arbeitskolleg*in oder meine Nachbarn betroffen, wann werde ich oder sie „entrechtet“. Spätestens seit dem Bericht des Recherchenetzwerkes Correctiv Anfang Januar muss jeder Mensch wissen, dass nur dagegen zu sein nicht reicht. Wir alle sind aufgefordert, unsere Stimme gegen die rechtsextremistische Kräfte und die Bestrebungen der AfD in unserem Land zu erheben, die versuchen, durch Hass und Hetze eine Spaltung der Gesellschaft voranzutreiben und Menschen auszugrenzen. Das Bündnis „Bunt statt Braun“ ruft unter dem Motto „Wir sind die Brandmauer“ zu einer Kundgebung in Hannover am Platz der Göttinger Sieben am und um den Niedersächsischen Landtag am 3. Februar um 13 Uhr auf. Ich werde da sein.“

Bettina Klein, Barsinghausen

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