Deisterbad rechnet wegen Corona-Krise mit Einnahmeausfällen in Höhe von fast 60 Prozent

Nach drei Monaten Lockdown geht es mit den Besucherzahlen langsam wieder bergauf / SPD informiert sich vor Ort

KIRCHDORF (ta). Die finanziellen Auswirkungen durch die Pandemie machen in diesen Monaten weder vor öffentlichen Einrichtungen noch privaten Firmen halt. Wie stellt sich die Lage im Deisterbad in Kirchdorf dar? Dazu hatte der SPD-Ortsverein mit seinem Bürgermeisterkandidat, Henning Schünhof, jetzt zu einem Ortstermin eingeladen. Als kompetente Gesprächspartner standen Schwimmmeister Ingo Korczowski sowie Jochen Möller und Torsten Holzhausen von den Stadtwerken zur Verfügung. Gerade weil das Bad seit Jahren ein defizitärer Betrieb sei, aber es in Barsinghausen Konsens sei, dass dieses Angebot erhalten werden solle, sei das Deisterbad bei den Stadtwerken in guten Händen, so Parteivorsitzender Reinhard Dobelmann. Da das Bad vor Jahren von der Stadt in die Zuständigkeit der Stadtwerke überführt worden sei, seien auch die vom Rat beschlossenen Finanzhilfen für die Stadtwerke der richtige Weg gewesen. Drei Monate habe es wegen des Corona-Lockdowns keinen Betrieb und somit auch keine Einnahmen gegeben, so Korczowski, der betonte, die Anmeldelisten für Kurse seien voll. Während Schwimmkurse nach den Sommerferien wieder starten sollen, kämen ganz allmählich auch die Besucher wieder zurück. Insbesondere die treuen Stammgäste seien mehrheitlich wieder da. Als Beispiel nannte Korczowski die Früschwimmer (85%). Während der Schließung hätten sich die Mitarbeiter noch in Kurzarbeit befunden, nun sei der Einsatz des Personals auch wegen der Sicherheitsvorkehrungen deutlich höher als normal. Zusammengerechnet dürfe man momentan im Innen- und Außenbereich maximal lediglich 225 Besucher ins Deisterbad lassen. Derweil wolle man mit der Wiedereröffnung der Sauna noch etwas warten. Auch für die Vereine sei der Re-Start langsam mit eingerichteten Trainingszeiten wieder angelaufen. Der SCB, die DLRG, der Calenberger Canoe-Club und der TSV Barsinghausen und damit auch der ehrenamtliche Einsatz der Vereine seien auch für das Deisterbad wichtig. Auch sei dem SCB Platz zur Einrichtung eines eigenen Kraftraums angeboten worden, denn von den eigentlichen Plänen zum Bau eines neuen Clubheims auf dem Gelände des Deisterbads habe der Verein erst einmal Abstand genommen, erklärte Korczowski. Wenn man dem Lockdown was Positives abgewinnen wolle, so sei es die Möglichkeit gewesen, eine ganze Reihe von Arbeiten erledigen zu können. Dazu hätten die Reinigung der Fassade, eine Baumfällung oder auch das Erneuern von Zäunen gezählt. Darüber hinaus habe eine Kontrolle der Chloranlage durch eine Fremdfirma stattgefunden. Insgesamt vermittle das 1973 gebaute Deisterbad nach wie vor einen guten Eindruck und auch das Gesundheitsamt habe sich lobend geäußert, unterstrich Ingo Korczowski. Die Einnahmeausfälle durch die Corona-Krise schätzte er auf 50 bis 60 Prozent im laufenden Jahr ein.

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