BARSINGHAUSEN (red).
Kürzlich durften sich die SiebtklässlerInnen am Hannah-Arendt-Gymnasium (HAG) freuen, eine echte Autorin in der großen Bibliothek des Schulzentrums Am Spalterhals kennenzulernen. Nikola Huppertz las aus ihrem Jugendroman „Fürs Leben zu lang“ einige Teile vor. Die SchülerInnen folgten gespannt ihren Ausführungen und lernten die Figuren kennen, die Huppertz mit viel Feingefühl zeichnete. Nikola Huppertz hatte schon als Kind überlegt, Autorin zu werden. Sie studierte dann aber zunächst Musik und Psychologie, entschied sich später schließlich für den Beruf der Schriftstellerin. 2007 veröffentlichte sie dann ihren ersten Roman „Karla, Sengül und das Fenster zur Welt“ und gewann mit diesem Manuskript den Literaturwettbewerb der Bonner Buchmesse Migration. 2009 erschien dieser Roman dann als Debütroman. Eine Dokumentation auf Arte über großgewachsene Frauen inspirierte sie, den Roman „Fürs Leben zu lang“ zu schreiben. In diesem Roman plant die Protagonistin ein „Tagebuch von allen anderen“ zu schreiben, weil ihr Leben zu langweilig ist. Die SchülerInnen folgten Huppertz Ausführungen interessiert, da die Autorin es schafft, die Figur mit ihrer Darstellung zum Leben zu erwecken. Gespannt fragt man sich, wie die Geschichte weitergehen könnte. Um das in Erfahrung zu bringen, muss man den Roman aber dann doch selbst lesen.
Auf Nachfrage verrät Huppertz, dass sie einige philosophische Themen, die in ihrem Roman wichtig sind, mit einem Philosophen, den sie gut kennt, diskutiert hat. Schließlich berichtet Nikola Huppertz, dass sie ihre Themen so wählt, dass sich viele Menschen damit identifizieren können, da Menschen oft gleiche Erfahrungen machen. Ein neuer vielversprechender Roman von Nikola Huppertz ist im Mai mit dem Titel „Tage mit B.“ erschienen. „Wir freuen uns auf den nächsten Besuch von Nikola Huppertz am HAG, die schon einmal eine spannende Lesung abhielt und einen Workshop für unsere SchülerInnen aus der Schreibwerkstatt anbot.“
Text: C. Torka / HAG / Foto: A. Hofmeister / HAG
