Die Stadt arbeitet an der Schaffung von zusätzlichen Kinderbetreuungsplätzen

Eine verärgerte Gruppe von Eltern überreichte heute einen umfangreichen Fragen- und Forderungskatalog

Stadtrat Thomas Wolf antwortet auf die Fragen der Eltern.

BARSINGHAUSEN (ta/red). Erst vor wenigen Wochen hatte die Stadt im Zuge der letzten Ratssitzung einräumen müssen, dass die zur Verfügung stehenden Plätze in der Kinderbetreuung nicht ausreichen. Heute haben mehrere Eltern der Stadt einen Besuch abgestattet und einen umfangreichen Fragen- und Forderungskatalog übergeben. Wissen wollen die Eltern, wie es zu der Fehleinschätzung bei der Bereitstellung von Betreuungsplätzen kommen konnte, wie die Alternativen für betroffene Eltern aussehen, nach welchen Kriterien die Plätze vergeben wurden und was die Stadt Willens ist zu tun, um den Mangel an Betreuungsplätzen zu beheben. Zudem forderten die Eltern ein Mitspracherecht bei der Vergabe der Plätze und mehr Transparenz beim Vergabeverfahren ein. Abschließend wollen die Eltern noch wissen, wie betroffene Eltern entschädigt werden. Zu diesen Fragen und Forderungen nimmt der 1. Stadtrat, Thomas Wolf, wie folgt Stellung: „Sie möchten über die Pläne und Maßnahmen der Stadt informiert werden, wie wir mit dieser Situation umgehen wollen. Zudem haben Sie Fragen zur Umsetzung der derzeit geltenden Kriterien für die Vergabe von Kita-Plätzen. Alle diese Fragen kann ich gut verstehen. Gerne möchte ich Ihnen deswegen unmittelbar eine Rückmeldung auf Ihre Initiative geben. In der Verwaltung der Stadt Barsinghausen sind wir uns der dramatischen Situation und den unter Umständen existenzbedrohenden Folgen der fehlenden Kita-Plätze durchaus bewusst. Mit der Initiative für mehr Kinderbetreuung in Barsinghausen hat der Rat schon 2017 eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, um neue Kita-Plätze zu schaffen. Leider gehen diese Maßnahmen nicht alle so schnell voran, wie wir uns das selbst wünschen. Deswegen arbeiten wir derzeit mit Hochdruck daran, mit kurzfristigen Maßnahmen Ihnen und den vielen anderen Eltern noch in diesem Jahr zu helfen. Auch die Stadt ist von den dramatischen Entwicklungen überrollt worden. Die Einführung der Beitragsfreiheit, eine grundsätzlich höhere Inanspruchnahme von Kita-Plätzen, die mittlerweile mehrfach zitierten „Flexi-Kinder“ und unsere eigenen kapazitativen Probleme bei der Umsetzung der bereits an geschobenen Maßnahmen haben im laufenden Jahr zu dieser schwierigen Unterversorgung mit Kita-Plätzen in Barsinghausen geführt. Dieses Schicksal trifft nicht alleine die Eltern in Barsinghausen, sondern ist ein grundsätzliches Problem in allen Städte und Gemeinden. Gerne möchten wir Ihnen und allen anderen Eltern deshalb die Gründe für die momentane Situation im Kita-Bereich persönlich erläutern. Aktuell arbeiten wir mit Hochdruck daran, Ihnen und den vielen anderen Eltern noch in diesem Jahr zu helfen. Alle unsere Ideen müssen innerhalb der Verwaltung und mit den Aufsichtsbehörden abgestimmt werden. Zudem müssen wir unsere Vorschläge im Rat der Stadt Barsinghausen vorstellen. Das geht nicht von heute auf morgen. Trotzdem greife ich Ihre Hinweise gerne auf. Mit unserem Fachdienst für Kinderbetreuung bereiten wir derzeit eine Veranstaltung für die betroffenen Eltern in Barsinghausen vor, um über die Situation, die geplanten Maßnahmen und die konkreten Perspektiven für 2019 zu informieren. In Kürze kommen wir mit einer Einladung auf Sie zu“, so Wolf.