REGION (red).
Unter dem Motto „Zukunft sichern: Verlässliche Kinderbetreuung für alle“ findet am kommenden Freitag eine Demonstration in Hannover statt. Organisiert von den Elternbeiräten der Region Hannover, KITASTER Barsinghause, SER Neustadt a. Rbg., SER Wunstorf, GER Isernhagen, SER Burgwedel, Ger Wennigsen, SEB Ronnenberg, SER Gehrden, KITASTER Springe, SER Pattensenund SEB Hemmingen richtet sich die Veranstaltung an alle Bürgerinnen, Bürger und Ihrer Kinder, die sich für eine nachhaltige und verlässliche Kinderbetreuung einsetzen möchten. „Die Demonstration beginnt um 14:30 Uhr am Neuen Rathaus Hannover und wir laufen gemeinsam zum Platz der Göttinger Sieben neben dem Landtag, wo eine Abschlusskundgebung mit Reden von Eltern, Vertretern von Bildungseinrichtungen und Politikern stattfinden wird. Ziel der Demonstration ist es, auf die dringende Notwendigkeit einer verbesserten und verlässlichen Kinderbetreuung und echter Inklusion hinzuweisen, die allen Familien zugutekommt.
Demo für verlässliche Kindertagesstätten und echte Inklusion in Niedersachsen am 24. Mai in Hannover:
- Aktuell gibt es massive Einschränkungen bei der Betreuung von Kindern in Kitas in Niedersachsen, die eine verlässliche Betreuung in weite Ferne rücken lassen
- Die Landesregierung hat das Problem erkannt und plant Gesetzesänderungen zur Verbesserung der Betreuungssituation, insbesondere um die akute Not an pädagogischen Fachkräften und die damit zur Verfügung stehenden stark eingeschränkten Betreuungszeiten in verschiedenen Kommunen zu lindern. Diese Änderungen sind ein erster Schritt aber lange nicht ausreichend , um das Problem zu lösen
- Weitere Änderungen sind erforderlich, um eine verlässliche Kinderbetreuung sicherzustellen.
Die Stadt- und Gemeindeelternräte innerhalb der Region Hannover machen mit der Demo „Betreuung ohne Burnout, Für verlässliche Kitas und echte Inklusion“ auf die massiven Probleme im Bereich der Kinderbetreuung im Land Niedersachsen aufmerksam. Eine Petition zur wesentlichen Verbesserung der Betreuungssituation wurde bereits in den Landtag eingebracht. Es geht im Wesentlichen darum Fehlentwicklungen des Gesetzgebers im Bereich der Kinderbetreuung zu beheben. Das Kultusministerium hat einige Probleme erkannt und plant eine Gesetzesänderung. Wir Elternvertreter begrüßen die geplante Gesetzesänderung ausdrücklich und halten sie für längst überfällig, um die akute Not an pädagogischen Fachkräften und die damit zur Verfügung stehenden stark eingeschränkten Betreuungszeiten in verschiedenen Kommunen zu lindern. Jedoch können die geplanten befristeten Änderungen zur Flexibilisierung von personellen Mindeststandards in KiTas sowie die befristete Flexibilisierung der Zusammensetzung der betreuten Kinder bei der Zusammenarbeit von Kindertagespflegepersonen nur ein Anfang sein.
Um dem in naher Zukunft zu erwartenden erhöhten Betreuungsbedarf in Zeiten des Fachkräftemangels begegnen zu können, bedarf es weiterer grundlegender systemischer Änderungen im Bereich der Kinderbetreuung und des Erzieherberufes in Niedersachsen. Nur damit ist es möglich, die akut schwierige Situation von Kindern, Eltern und pädagogischem Fachpersonal grundlegend zu verbessern. Wir fordern die Kultusministerin und die Landesregierung auf, endlich die grundlegenden Systemfehler anzugehen und entsprechende Änderungen in Gesetzen zu veranlassen oder Verordnungen auf den Weg zu bringen.“
Foto: ta
