Elterninitiative für neuen Waldkindergarten in Barsinghausen soll gegründet werden

Passendes Waldgrundstück und weitere Mitstreiter gesucht

BARSINGHAUSEN (red). Jana Gardlo ist auf der Suche nach Eltern, die Lust haben, mit ihr und inzwischen zwei weiteren Elternpaaren eine Elterninitiative zu gründen, um einen neuen Waldkindergarten zu eröffnen. Wie berichtet hatten sich die Pläne der Stadt für einen zusätzlichen Kindergartenstandort oberhalb vom Waldstadion zerschlagen. „Das bedeutet, dass wir zusammen einen Verein gründen, ein geeignetes Grundstück finden, uns überlegen, wie wir uns eine gute Betreuung für unsere Kinder vorstellen und wie diese umsetzbar sein kann. Dabei übernehmen wir Eltern die Verantwortung für kleinere Tätigkeiten innerhalb des Vereins und sind direkt am Entwicklungsprozess und der Organisation der Kita beteiligt“, schildert Gardlo das Vorhaben. So habe man die Möglichkeit, gemeinsam einen Kindergarten nach eigenen Vorstellungen zu gestalten, der die individuellen Bedürfnisse der Kinder berücksichtige.

Zum Konzept Waldkindergarten: Die Kinder verbringen täglich fünf bis sechs Stunden im Wald bei einer Gruppengröße von 15 Kindern, die von zwei bis drei PädagogInnen betreut werden. Es soll einen Bauwagen geben, der als Lager und Rückzugsort dient aber nur selten genutzt wird, da die Gruppe hauptsächlich im Wald unterwegs ist und verschiedene Plätze mit unterschiedlichen Begebenheiten ansteuert (z.B. „Sonnenplatz“, „Wasserplatz“, „Moosplatz“ usw.). Während der Zeit im Wald erleben die Kinder die Natur mit allen Sinnen, spüren die Veränderungen, die die Jahreszeiten mit sich bringen, hören die Stille oder die Geräusche des Waldes, spüren den Boden unter ihren Füßen, riechen die Luft nach einem Sommerregen, beobachten Insekten, balancieren über einen Baumstamm und fühlen, wie weich das Moos ist. Der Wald bietet den Kindern vielfältige Bewegungsmöglichkeiten, Anlässe ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen, gemeinsam Spiele zu entwickeln oder Herausforderungen zu meistern.
„Um unser Vorhaben umsetzen zu können, brauchen wir ein Waldgrundstück in Barsinghausen. Es sollte bis 0,5 Hektar groß sein, im oder direkt am Wald liegen und möglichst gut erreichbar sein. Wer Bedenken hat, dass der Waldkindergarten das Grundstück zu sehr verändert, soll unbesorgt sein. Der Bauwagen wird dort stehen, aber nicht durchgehend genutzt werden. Der Bereich um den Bauwagen soll möglichst naturbelassen bleiben und wird kaum verändert. Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung unter der Email-Adresse: info@walderleben-barsinghausen.de. Wir freuen uns auf eine nette Gemeinschaft, kreative Ideen, einen bunten Kindergarten und glückliche Kinder.“
Foto: Jana Gardlo