Ende Juni schließt der Blumen- und Gemüsehof Schaper

Keinen Nachfolger gefunden / Angebot bleibt bis Jahresmitte

STEMMEN/WERBEARTIKEL (gk). Bisher war es nur ein Gerücht, das nun leider bestätigt wurde. Nach mehr als drei Jahrzehnten beendet der Blumen- und Gemüsehof Schaper zum 30. Juni dieses Jahres seine Tätigkeit. Die Inhaber, Jochen und Kirsten Schaper, haben sich schweren Herzens zu diesem Schritt entschlossen. „Die Entscheidung ist uns alles andere als leichtgefallen, aber verschiedene Umstände lassen uns keine andere Wahl“, erklärt Kirsten Schaper gegenüber Deister Echo. Zu den Hauptargumenten zählen ein hoher Investitionsbedarf in die veralteten Heizungsanlagen der Gewächshäuser, die aufgrund ihres Alters nicht mehr gewartet werden können. „Eine Erneuerung würde eine erhebliche finanzielle Belastung bedeuten – ohne dass sich diese Investition in unserer Lebensphase noch lohnt“, so Jochen Schaper.

Hinzu käme, dass der Familienbetrieb keinen Nachfolger gefunden habe und mehrere langjährige Mitarbeiter altersbedingt in den Ruhestand treten würden. Der anhaltende Fachkräftemangel in der Branche erschwere zudem eine Weiterführung. „Gleichzeitig steigen die Kosten für Energie, Einkauf und Betriebsmittel stetig, während der Preisdruck durch große Handelsketten immer weiter zunimmt“, informiert Jochen Schaper.

Der Blumen- und Gemüsehof Schaper, bekannt für seine hochwertigen Beet- und Balkonpflanzen sowie für frisches Gemüse aus eigenem Anbau, war seit den 1970er-Jahren ein fester Bestandteil des Ortsteils Stemmen. Viele Stammkunden, auch aus der weiteren Umgebung, schätzen die persönliche Atmosphäre und die Qualität der regionalen Produkte.

Beherrschte in der Anfangsphase der Gemüseanbau den Betriebsablauf – das Schwarz-Weiß-Foto stammt aus den 70er Jahren – so entwickelte sich das landwirtschaftliche Anwesen in den vergangenen 30 Jahren, mit der Übernahme von Jochen und Kirsten Schaper, zu einem Anziehungspunkt für frische Produkte, nicht nur vom eigenen Acker. Unter schützender  Folie wachsen derzeit Küchenkräuter und diverse Salate der Reife entgegen. Auch auf die beliebten süßen Früchtchen, nämlich schmackhafte Erdbeeren, müssen die Kunden in diesem Jahr nicht verzichten – nur knackig frische Kohlsorten wird es wohl nicht mehr geben.

„Wir möchten uns schon jetzt bei all unseren treuen Kundinnen und Kunden für die jahrzehntelange Unterstützung bedanken. Ohne sie wäre dieser Weg nicht möglich gewesen“, sagen Jochen und Kirsten Schaper abschließend.

Fotos: Gerheide Knüttel/ privat (1)