Erstes Corona-Todesopfer in Barsinghausen

Nur wenige Verstöße von Gewerbetreibenden: Ordnungsamt und Polizei sind zufrieden

Bürgermeister Marc Lahmann

BARSINGHAUSEN (red). Barsinghausen hat das erste Corona-Todesopfer zu beklagen. Der 70-Jährige, ein sehr angesehener und engagierter Bürger unserer Stadt ist am Freitag in einer Klinik in der Region Hannover verstorben. „Unsere Anteilnahme gehört der Ehefrau, den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen. Es macht mich tief betroffen, dass die Krise in unserer Heimatstadt das erste Opfer gefordert hat“, sagt Bürgermeister Marc Lahmann. Der Todesfall solle alle Barsinghäuserinnen und Barsinghäuser gemahnen, sich an die Schutzmaßnahmen zu halten und alles Erdenkliche dazu beizutragen, dass sich das Virus nicht weiter ausbreitet. „Es müsste jetzt jeder Mitbürgerin und jedem Mitbürger klar geworden sein, wie ernst die Lage mittlerweile ist“, betont der Verwaltungschef. Am Freitag ist zudem ein 84-Jähriger aus der Region Hannover an den Folgen einer Corona-Infektion verstorben. „Auch den Hinterbliebenen dieses Todesopfers möchte ich mein tiefempfundenes Beileid aussprechen“, sagt Marc Lahmann. Hoffnung, dass sich die Ausbreitung des Corona-Virus bremsen lässt, geben ihm die ersten Rückmeldung zur Einhaltung der in den vergangenen Tagen erlassenen Allgemeinverfügungen: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes und der Polizei ziehen eine positive Zwischenbilanz für die ersten gemeinsamen Streifengänge. Sie hatten am Freitagabend und am Samstagvormittag im Innenstadtbereich überprüft, ob sich die Gewerbetreibenden an die Regelungen der Allgemeinverfügungen halten. „Wir haben nur zwei Verstöße gegen die Geschäftsschließungen festgestellt. Die Inhaber haben auf unsere Ansprache hin Verständnis gezeigt und ihre Läden geschlossen“, sagt Ordnungsamtsleiterin Julia Manegold. Auch aus Sicht der Polizei seien der Freitag und der Samstagmorgen durchaus positiv verlaufen, wie Ludger Westermann, Leiter des Barsinghäuser Kommissariats ergänzt. Auch die Händler des Wochenmarktes hätten mit Verständnis auf die Anweisung, die Stände im größeren Abstand zueinander aufbauen zu lassen, reagiert. „Die Kundeninnen und Kunden haben im Gegensatz zu Donnerstag ebenfalls sehr stark auf die einzuhaltende Distanz geachtet“, wie der Kommissariatsleiter weiter ausführt. Es zeige sich, dass mittlerweile der Großteil der Bevölkerung den Ernst der Lage erkannt habe. Um die Ansteckungsgefahr weiter gering zu halten, sperren Mitarbeiter des Baubetriebshofs auch die städtischen Spielplätze und Bolzplätze, Grünflächen und Skaterparks mit Flatterband ab. „Wir werden diese Einrichtungen auch in regelmäßigen Abständen kontrollieren“, betont Bürgermeister und Krisenstabsleiter Marc Lahmann. Ziel dieser wie aller anderen Maßnahmen sei es, möglichst keine Infektionsketten entstehen zulassen. „Wie wichtig diese Bemühungen sind, zeigt sich an dem Todesfall, den wir in unserer Stadt zu beklagen haben“; sagt der Krisenstabsleiter abschließend.

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