Es geht doch! – Recken deklassieren Stuttgart

HANNOVER-BURGDORF (red). 

Erster Sieg für die TSV Hannover Burgdorf im Jahr 2022. Die Mannschaft von Christian Prokop spielte sich am Donnerstag mit einem nie gefährdeten 33:23 (18:9)-Sieg im Bundesliga-Kellerduell gegen den TVB Stuttgart den Frust der vergangenen Wochen von der Seele und vergrößerte den Vorsprung auf die bedrohlich nahe gekommene Abstiegszone. „Es war ganz schön Druck auf dem Kessel. Wir wollten versuchen, eine seriöse und engagierte Leistung zu liefern und ich glaube, das ist ganz gut gelungen“, sagte Veit Mävers im Sky-Interview. Wann hatte es das zum letzten Mal in der ZAG Arena gegeben? Nachdem Filip Kuzmanovski zum 17:9 ins leere Tor traf, standen 2377 Fans schon 90 Sekunden vor der Pause auf ihren Plätzen feierten ihre Mannschaft.

Die begann konzentriert und erstickt mit einer starken Abwehr jegliche Bemühungen der Gäste im Keim. „Wir waren heiß und wollten unbedingt gewinnen“, sagte Mävers. Nach Ballgewinnen ging es mit Tempo nach vorn. Filip Kuzmanovski traf in der 7. Minute zum 4:1. Das einzige, was zunächst nicht passte, war die Chancenverwertung. Doch die Abwehr blieb griffig. Vincent Büchner eroberte die Kugel und vollendete im Gegenstoß zum 8:2. Nach 20 Minuten nahm TVB-Trainer Roi Sanchez die zweite Auszeit, doch die Recken blieben am Drücker. In bester Morten Olsen Manier erhöhte Veit Mävers auf 11:5 (22.) Auch die wohlwollende Unterstützung der Unparteiischen, die immer wieder auf den Siebenmeterpunkt zeigten, half den Gästen nicht. Hannover blieb unbeeindruckt und vergrößerte den Abstand beim Seitenwechsel auf neun Tore. Ohne die tolle Leistung der Gastgeber zu schmälern: der TVB ließ nahezu alles vermissen, was im Abstiegskampf gefragt ist und präsentierten sich noch schwächer als beim 22:34 im Hinspiel. Insgesamt zehn Ballgewinne gelangen den Recken. Durchgang zwei begann, wie der erste endete. Johan Hansen fing einen Pass ab und Filip Kuzmanovski traf ins leere Tor. Wenig später wiederholte der dänische Olympiasieger das Kunststück zum 22:11 (37.). Im Gefühl des sicheren Sieges ließ die Konzentration dann nach. Glück für die Gäste, die mit dem Ergebnis am Ende gut bedient waren.

Fotos: Uwe Serreck