Evangelische Jugend feiert Abschluss der Juleica-Ausbildung

BARSINGHAUSEN (red).

Mit dem Abschluss der diesjährigen Ausbildung von 63 Jugendgruppenleiterinnen und -leitern in der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Ronnenberg feierte der Kirchenkreisjugenddienst auch gleichzeitig ein kleines Jubiläum. “Seit 15 Jahren arbeiten wir nach dem bewährten Juleica-Konzept. Wir laden Konfirmierte zu einer Woche Seminar in den Herbstferien ein, dann folgen Praktika in den verschiedenen Gemeinden, ein Erste-Hilfe-Kurs und zum Abschluss ein Wochenende im Februar”, sagte Kirchenkreisjugendwart Helge Bechtloff am Sonntag, 17. März, im Gottesdienst in der Klosterkirche Barsinghausen. Zum Kurs gehört auch der Gottesdienst, zu dem die Familien eingeladen werden.

Superintendentin Antje Marklein segnete die Jugendlichen, die sich im großen Kreis im Altarraum aufstellten. “Ihr habt einen besonders wichtigen Platz in unserer Kirche, denn Kirche lebt von jungen Menschen, die sich einbringen. Ihr habt gelernt, im Team Verantwortung zu übernehmen und auch in der Bibel Maßstäbe für euer Leben gefunden”, sagte Antje Marklein. Das Motto der evangelischen Jugend im Kirchenkreis – “Ihr seid das Salz der Erde” – zog sich durch den Gottesdienst. Im Altarraum begleiteten Diakonin Katrin Wolter, Diakon Acki Stein und Diakon Martin Wulf-Wagner die Jugendlichen beim passenden Motto-Lied.

Und auch Pastorin Uta Junginger und ihr Kollege Sebastian Kühl, die beide im Kirchenkreis auch Jugendpastoren sind, griffen das Bild vom Salz auf. “Was wären wir ohne Salz? Nichts! Es gibt dem Leben, der Kirche Würze. Und es gibt viele Möglichkeiten, Salz zu sein”, meinten sie. Jugendliche hätten eine große Macht, wenn sie aktiv und laut werden, erklärten sie auch mit Blick auf die Bewegung, die Greta Thunberg mit ihren Schulstreiks am Freitag für die Zukunft initiiert hat. Jugendliche verändern die Welt jetzt – nicht erst, wenn sie erwachsen sind. “Die Botschaft ist klar, wenn wir jetzt nicht aktiv werden, ist es zu spät! Die Politik müsse aus ihrem Winterschlaf erwachsen”, sagte Sebastian Kühl. Aber gleichzeitig sei es nicht immer leicht, konsequent zu sein, und zum Beispiel auf Flugreisen zu verzichten, ergänzte Uta Junginger. “Salz” zu sein, könne auch in den Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen anstrengend sein. “Dann dürft ihr auch erfahren, dass Kirche euch trägt. Ihr seid keine billigen Hilfskräfte, sondern wichtig und ihr dürft auf unsere Unterstützung zählen”, sagte sie. Die Veranstaltung klang nach dem Gottesdienst mit einem gemeinsamen Essen für die Jugendlichen und ihre Familien im Gemeindehaus aus. Die Jugendband der Mariengemeinde “Die Band(e)” und David Haake an der Orgel begleiteten den Gottesdienst musikalisch.

Foto und Text: Sabine Freitag