FDP übt deutliche Kritik und fordert ein klares Konzept für die städtische Jugendarbeit

Der Zustand von Klein Basche sei “skandalös” und beim Jugendtreff an der KGS “brennt die Hütte” / Liberale bekennen sich zum Bau eines neuen Jugendraums

BARSINGHAUSEN (ta). Der FDP-Stadtverband geht mit dem Bereich der städtischen Jugendarbeit und dem Zustand der Spielplätze hart ins Gericht. Das Spielplatzkonzept stamme noch aus dem Jahr 2013 und sei seitdem überhaupt nicht überarbeitet worden, während von den Jugendeinrichtungen lediglich das Kinder- und Jugendhaus in Egestorf als vernünftig betrieben beschrieben werden könnte, sagt Bernhard Klockow. Insgesamt seien hier eine Neubewertung, die Erstellung einer Prioritätenliste, die Formulierung von klaren Zielen sowie eine Bestandsaufnahme mit konkreten Zahlen von den Kindern und Jugendlichen in den einzelnen Ortsteilen nötig.

Die eingeschränkten Betreuungszeiten auf Klein Basche werden schon seit Jahren immer wieder kritisiert.

Der Abenteuerspielplatz auf Klein Basche sei ein richtiger Skandal. Die Betreuungs- und Öffnungszeiten des Hauses seien stark eingeschränkt, der Zustand des Gebäudes nicht mehr zeitgemäß, das Holzhüttendorf auf dem Hügel seit einem Jahr wegen Baufälligkeit abgesperrt und die Seilbahn kaputt. Für die öffentliche Nutzung des Platzes blieben also nur mehrere kleine Spielgeräte und die Rutsche. Diesem Ist-Zustand stehe die offizielle Beschreibung des Abenteuerspielplatzes seitens der Stadt entgegen. Klockow zitiert aus einem Papier der Verwaltung in dem steht: “Klein Basche ist eine Einrichtung für alle Altersklassen mit einer hohen Aufenthaltsqualität.” Hier müsse sich einiges ändern, befanden die FDP-Mitglieder bei einem Rundgang über das Gelände. Man bekenne sich aber ausdrücklich zu den Plänen der Verwaltung und des Rates, nun vor Ort einen zusätzlichen Jugendraum für junge Erwachsene und ältere Jugendliche zu bauen – auch wenn dies teures Geld kosten werde, denn für diese Altersklasse sei in den letzten Jahren in Barsinghausen eigentlich nichts getan worden. Bedauerlich sei aber, dass die Verwaltung den Baustart dieses rund 130.000 Euro teuren Gebäudes schon wieder verschoben habe und es momentan dafür auch keinen Zeitplan gäbe. Der Verwaltung räume der Fertigstellung von Feuerwehrhäusern im Moment eine höhere Priorität ein, meint Klockow. Gleichzeitig sei aber offenkundig, dass gerade in der Nordstadt ein offener Jugendraum fehle. Zum Jugendtreff an der Goethestraße stellt Klockow fest: “Hier brennt die Hütte”, denn es handele sich um eine Mischnutzung durch KGS und Jugendpflege. Trotz der erheblichen Zahl von 60 bis 70 Kindern und Jugendlichen, die die Einrichtung pro Tag aufsuchten, sorge dort nur eine Betreuungskraft für die Beaufsichtigung. Den Zustand der städtischen Spielplätze stufen die Liberalen zudem als eher “bescheiden” ein. Von der Stadtverwaltung fordert die FDP ein umfassendes Jugend- und Kinderspielplatzkonzept für Barsinghausen ein.

Abgesperrt: Die FDP-Mitglieder sind sprachlos, dass die Holzbauten auf dem Hügel von Klein Basche seit einem Jahr nicht mehr genutzt werden können, weil keine Reparaturen vorgenommen wurden.

Foto: ta