Fehlendes ehrenamtliches Engagement trübt die Freude in der VSV-Fußballsparte

HOHENBOSTEL (red).

Benjamin Homeyer (rechts) ist als Spieler und Trainer beim VSV Hohenbostel aktiv. Für sein Engagement wurde er vom Vorsitzende Uwe Ingenhaag als Sportler des Jahres der Sparte Fußball ausgezeichnet.

„Wir haben ein sehr gutes Jubiläumsjahr hinter uns.“ Dieses positive Fazit hat der Vorsitzende Uwe Ingenhaag bei der Spartenversammlung der Fußball des VSV Hohenbostel im Hobo-Treff gezogen. Im Jahr des 100. Geburtstages konnten die Mitgliederzahlen konstant bei etwa 300 gehalten werden, die Kassenprüfer bescheinigten eine vorbildliche Kassenführung, so dass die finanzielle Situation nach zwei Jahren der Konsolidierung wieder stabil ist. Trotz der erfreulichen Entwicklung gebe es aber keinen Grund zum Ausruhen, mahnte Ingenhaag an. „Es gibt genug Aufgaben, die weiter ausgeführt werden müssen und Projekte, die vorangetrieben werden sollen. Doch mit dem viel zu kleinen Kreis an Ehrenamtlichen funktioniert das auf Dauer nicht mehr“, erklärte Ingenhaag. Die Arbeit im Vorstand und für die Trainer sei immer eine große Herausforderung. „Gerade, weil es immer weniger Mitglieder gibt, die sich in der Sparte engagieren und die derzeitigen Ehrenamtlichen oft in doppelter oder dreifacher Funktion tätig sind“, sagte der Vorsitzende. Der Anspruch sei es, mit möglichst vielen Mannschaften in allen Altersklassen am Spielbetrieb teilzunehmen. „Das gelingt aber nur, wenn sich noch mehr Mitglieder einbringen. Interessierte können sich jederzeit beim Vorstand melden.“ Unbesetzt sind derzeit die Posten des stellvertretenden Vorsitzende sowie des Schriftführers. Dringend gesucht werden auch Freiwillige für die Platzpflege sowie Schiedsrichter und weitere Trainer. Mit viel Einsatz und Spaß ist Benjamin Homeyer für die Fußballsparte aktiv. Für sein Engagement wurde er zum Sportler des Jahres ausgezeichnet. „Benjamin ist trotz seiner erst 26 Jahre ein Vorbild, was die ehrenamtliche Arbeit angeht. Dafür danken wir ihm ganz herzlich“, sagte Ingenhaag. Homeyer trainiert seit vielen Jahren als Nachwuchstrainer aktiv. Aktuell betreut er gleich zwei D-Jugendteams. Außerdem übernahm er im Winter kurzfristig zusammen mit Sven Heindorf noch die zweite Herrenmannschaft, in der er selbst auch noch aktiv ist. Hinzu kamen in der Hinrunde auch einige Einätze in der Erstvertretung. Erfreulich verlief die Entwicklung bei den Finanzen. Trotz eingekehrter Stabilität bestehe derzeit aber noch nicht die Möglichkeit für größere Ausgaben. Um den Investitionsspielraum steigern zu können, wurde eine Beitragserhöhung um jeweils einen Euro pro Kind und Erwachsenem beschlossen. „Das ist die Basis, um wieder mehr Anschaffungen tätigen zu können“, erklärte Ingenhaag. Gesteigert konnten die Einnahmen im vergangenen Jahr vor allem durch Sonderveranstaltungen. Dazu trug neben dem Hobo-Sommer-Cup für die Herrenteams vor allem der Hobo-Junior-Cup bei. Zu dem erstmals ausgerichteten Nachwuchsturnier konnten mehr als 20 Mannschaften der Altersklassen G-, E- und F-Junioren mit etwa 250 Kindern auf der Anlage begrüßt werden. „Das Turnier ist super gelaufen, die Resonanz unserer Gäste war durchweg positiv. Deshalb wird es in diesem Jahr eine Neuauflage geben“, sagte Ingenhaag.

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