Flüchtlingsheim: Sanieren ist günstiger als neu bauen

Heute besuchte die CDU-Bundestagsabgeordnete, Maria Flachsbarth, den Ort des Brandanschlags

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Besichtigung des völlig verrußten Gebäudetrakts 1: Bürgermeister Marc Lahmann (li.), Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth und Architekt Michael Neubacher

BARSINGHAUSEN (ta). „Die Anschläge in Barsinghausen machen fassungslos“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin und CDU-Bundestagsabgeordnete, Maria Flachsbarth, die zusammen mit Bürgermeister Marc Lahmann und Architekt Michael Neubacher von der städtischen Gebäudewirtschaft das vom Brandanschlag stark beschädigte Flüchtlingsheim an der Hannoverschen Straße besichtigte. Der Fortgang der Bautätigkeit sei absolut richtig, „wir setzen den Weg wie ordentliche Demokraten fort“, betonte Flachsbarth. Als vollkommen abstrus stufte sie den laut gewordenen Vorwurf ein, die Demonstration in der vergangenen Woche habe den Brandanschlag am Rathaus provoziert. Gleichzeitig lobte sie die Leistungen der Kommunen, die die Hauptlast bei der Flüchtlingsaufnahme tragen würden. Derweil wird am zweiten Gebäudeteil zügig weitergearbeitet, dieser wird laut Architekt Neubacher Ende April fertiggestellt sein. Mit rund fünf bis sechs Wochen Verzögerung rechne man indessen beim beschädigten Gebäudetrakt, allein für die Sanierung seien vier Wochen eingeplant, sagte er. Bürgermeister Marc Lahmann betonte, dass eine Sanierung um 130.000 Euro günstiger sei als ein Neubau. Beziffert werden könne inzwischen auch der durch den Anschlag entstandene finanzielle Schaden, den Lahmann mit 200.000 Euro angab. Dieser ist somit doppelt so hoch wie vorerst geschätzt. „Was hier entsteht, ist kein Luxusbau. Pro Flüchtling stehen lediglich neun Quadratmeter zur Verfügung“, so der Verwaltungschef. Den Kontakt und Dialog zur politischen Bundesebene bezeichnete Lahmann als gut. Unter anderem fänden intensive Gespräche zum Vorkaufsrecht bei Immobilien statt, die die Stadt als Unterkünfte für Flüchtlinge nutzen wolle.

IMG_9923Foto: ta