Gedenken an die Opfergruppe der Rom*nja und Sinti*zze am 3. März

Öffentliche Veranstaltung am Sonntag in der Gedenkstätte Ahlem

REGION (red). In der Erinnerung an die Gewaltverbrechen im Nationalsozialismus spielen Rom*nja und Sinti*zze viel zu oft eine untergeordnete Rolle. Noch heute gehören sie zu den häufig vergessenen Opfern des Holocaust und sind bis in die Gegenwart von Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt betroffen. Am 3. März 2024 jährt sich die Deportation der Sinti aus der Region Hannover zum 81. Mal. 100 Kinder, Frauen und Männer aus Hannover wurden 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Die Region Hannover erinnert gemeinsam mit der Landeshauptstadt Hannover sowie dem Niedersächsischen Verband Deutscher Sinti e.V. am Sonntag, 3. März, um 12 Uhr, in der Gedenkstätte Ahlem, Heisterbergallee 10, 30453 Hannover, im Rahmen einer Gedenkstunde und mit einer Kranzniederlegung an die Opfer des Völkermordes an den Rom*nja und Sinti*zze. Es sprechen Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay, die stellvertretende Regionspräsidentin Ute Lamla, Mario Franz als Vertreter des niedersächsischen Verbands Deutscher Sinti e.V. und Manja Schuecker-Weiss vom Beirat der Beratungsstelle des Verbandes. Gemeinsam mit Andreas Mischok von der Gedenkstätte Ahlem geben sie Einblick in die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen sowie in die Bildungsarbeit zur Sonderausstellung „…vergiss die Photos nicht, das ist sehr wichtig…“ – über die Verfolgung mitteldeutscher Sinti und Roma im Nationalsozialismus, die bis zum 15. März 2024 in der BBS Hannah Arendt zu sehen ist.

Foto: © Bittner, Region Hannover