Gedenkstätte Ahlem lädt mit dreitägigem Programm zum „Denk.Mal.Garten.Fest“ ein

Großes Kulturevent auf dem Gelände der Gedenkstätte Ahlem vom 16. bis 18. Juli

Stefanie Burmeister, Leiterin der Gedenkstätte Ahlem, und Regionspräsident Hauke Jagau präsentieren das Programm zum Denk.Mal.Garten.Fest.

REGION (red). Konzerte, Kultur, Kulinarisches: Für das Wochenende vom 16. bis 18. Juli lädt die Gedenkstätte Ahlem der Region Hannover zum Denk.Mal.Garten.Fest ein. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein buntes Programm: Bands aus Deutschland und Israel, der Türkei und der Schweiz musizieren auf der Hauptbühne. Zauberer, Clowns und Treckerfahrer sorgen für Spaß auf der Familienbühne, im Foyer der Gedenkstätte und bei Neues Leben e. V. sind Caféhaus-Musik, jüdische Lieder und Tangos zu hören. Und all das unter freiem Himmel, mit Anmeldung und in sicherem Abstand. „Denkmal und Gartenfest – beides kommt in Ahlem auf das Beste zum Ausdruck“, so Regionspräsident Hauke Jagau. „So wird in der Gedenkstätte Ahlem nicht nur an die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule erinnert, sondern auch die Gegenwart gefeiert. Mit dem Denk.Mal.Garten.Fest setzen wir ein Zeichen für ein friedliches, tolerantes und weltoffenes Miteinander.“ Aufgrund der COVID-19-Pandemie war es im letzten Jahr nicht möglich, das geplante Denk.Mal.Garten.Fest zu feiern. „Mit den weiter angebrachten Vorsichtsmaßnahmen – Anmeldung, Abstand, Hygienekonzept – unternehmen wir nun einen zweiten Anlauf“, erklärt Stefanie Burmeister, Leiterin der Gedenkstätte Ahlem. „An vier verschiedenen Spielorten im Außenbereich der Gedenkstätte Ahlem bieten wir ein abwechslungsreiches Kulturprogramm für ein weltoffenes Publikum.“

Zum Auftakt am Freitag, 16. Juli, ab 17 Uhr, erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Konzert mit Dinner: Helena Goldt singt und spielt Chansons und Lieder, vorab werden am Tisch koschere Speisen und Getränke serviert. Helena Goldt, Sängerin mit kasachischen Wurzeln und Wohnsitz in Berlin, hat sich dem Flirt mit feinen Tönen und Texten verschrieben und präsentiert nicht nur Lieder der Dreigroschenoper und von Edith Piaf, sondern auch von Abba und aus eigener Feder. Karten für das Auftaktkonzert kosten 25 Euro inklusive Dinner und sind über www.kultur-rh.reservix.de erhältlich. Einlass ist ab 16 Uhr.

Für das Programm am Samstag, 17. Juli, und Sonntag, 18. Juli, gilt: Eintritt frei. Auf der Hauptbühne gibt es am Samstag von 14 bis 22 Uhr Indie-Rock mit Trace Kotik (14 Uhr), Weltmusik mit Light in Babylon (16 Uhr), Folk mit Forestt (18 Uhr) und Funk mit Bint El Funk (20.15 Uhr). Am Sonntag treten zwischen 12 und 19.30 Uhr SEBASS mit „Balkan Beats & Melodies“ (12 Uhr), Noam Bar mit R’n’B, Hip-Hop und Blues (14 Uhr), Rapperin Sima Noon (16 Uhr) und Quarter to Africa mit funky Weltmusik (18.15 Uhr) auf.

Ebenfalls am Sonntag ist um 13, 15 und 17 Uhr auf der Familienbühne was los: Egon und die Treckerfahrer (13 Uhr), Zauber Zino und Clown Lakis (15 Uhr) sowie Max der Dino (17.15 Uhr) bringen die Kleinen zum Lachen. Das Vorprogramm bestreiten die jungen Artistinnen und Artisten vom Zirkus Salto mit Jonglage und Akrobatik. Parallel dazu versorgt das Devion Duo die Gäste im Foyer der Gedenkstätte mit feinster Caféhaus-Musik. Auf der Bühne von Neues Land e. V. vor dem ehemaligen Mädchenhaus spielt Karsten Troyke jiddische Lieder und Tangos (13 und 17 Uhr), Stella Perevalova präsentiert jüdische Musik (15 Uhr).

Zur Sicherheit: Für die Konzerte und das Programm auf der Familienbühne müssen sich Besucherinnen und Besucher vorab verbindlich anmelden. Aufgrund der aktuellen Infektionslage ist nicht auszuschließen, dass ein negativer Schnelltest zur Zugangsvoraussetzung wird. Außerdem gilt Maskenpflicht auf dem gesamten Gelände, mit Ausnahme am Sitzplatz. Einlass ist jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn. Zwischen den Konzerten ist eine Stunde Pause eingeplant. Am Sonntag finden die Konzerte und das Familienprogramm jeweils im Wechsel statt. Anmeldung für die Konzerte am Samstag und Sonntag sowie aktuelle Infos zum Programm auf www.gedenkstaette-ahlem.de

 Die Gedenkstätte Ahlem: Kaum ein anderer Ort in der bundesweiten Gedenkstättenlandschaft hat eine so wechselhafte Vergangenheit wie die ehemalige Israelitische Gartenbauschule in Hannover Ahlem. Gegründet wurde die Schule, um jungen jüdischen Menschen eine berufliche Perspektive zu bieten. Der dunkle Teil der Geschichte war die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten, die die Schule in eine Sammelstelle für Deportationen, ein Gefängnis und eine Hinrichtungsstätte umwandelten. Seit ihrer Neueröffnung im Sommer 2014 vereint die Gedenkstätte Ahlem der Region Hannover beide Kapitel der Geschichte der Gartenbauschule unter einem Dach.

Termin:         Freitag, 16. Juli, bis Sonntag, 18. Juli 2021
Ort:                Gelände der Gedenkstätte Ahlem,  Heisterbergallee 10, Hannover-Ahlem
Eintritt:          Dinnerkonzert am 16. Juli: 25 Euro; am 17. und 18. Juli: Eintritt frei
Tickets:        www.gedenstaette-ahlem.de

Foto: Region Hannover