Gefährliche Stoffe im Boden: Wie lange bleibt der Pausenhof der Wilhelm-Busch-Schule gesperrt?

Stadtelternrat und die SPD wollen eine langfristige Beeinträchtigung des Schulbetriebs unbedingt verhindern / Ergebnisse einer neuen Bodenprobe stehen noch aus

„Die Sperrung des Pausenhofs hat erhebliche Auswirkungen auf den Schulbetrieb“, sagen Schulleiterin Martina Engel und Roman Schwikowski vom Stadtelternrat.

HOHENBOSTEL (ta). Vor drei Wochen ereilte die Wilhelm-Busch-Grundschule mit ihren 140 Kindern, zehn Lehrkräften und ebenso vielen Verwaltungsangestellten ein wahrer Schock. Quasi der gesamte Schulhof habe gesperrt werden müssen, erinnert sich WBS-Leiterin Martina Engel. Von der Stadtverwaltung habe man die Mitteilung bekommen, dass der Boden mit polycyklischen Kohlenwasserstoffen, Asbest und teerhaltigem Asphalt kontaminiert sei. Geprüft werde nun, wie gesundheitsschädigend die Arbeiten zum Abtrag des Asphalts wären. Außerdem sei eine neue Probe genommen worden, um zu ergründen, ob der Bodenstaub gefährlich für die Kinder sei. Falle das letztere Ergebnis unbedenklich aus, könnten die Absperrzäune beim Eingangsbereich und im hinteren Hof wieder entfernt werden, schilderte Schulleiterin Engel heute den Ist-Zustand. Zu einer Begehung hatte der Vorsitzende des Stadtelternrates und des WBS-Elternrates, Roman Schwikowski, eingeladen. Was seitens der Schule, Eltern und auch der SPD für Kopfschütteln sorgt, ist eine Mitteilung der Verwaltung, dass mit der Beseitigung des belasteten Bodens erst nach dem Winter 2020 begonnen werden könne. Noch erfolgen muss auch eine Ausschreibung für die Sanierung. „Wir haben hier aber keine Aula oder große Pausenräume, daher würde eine langfristige Sperrung des Pausenhofs ein großes Problem für die Kinder darstellen“, so Engel. Immerhin könne nun die nahe gelegene städtische Wiese als Ausweichbereich genutzt werden. Stellvertretend für die Eltern machte Roman Schwikowski deutlich: „Wir wollen, dass die Kinder gesund bleiben und sich ausreichend bewegen können. Die städtische Gebäudewirtschaft sollte die Sanierung des Pausenhofs in ihrer Prioritätenliste unbedingt vorziehen.“ Und SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Messing erklärte, man habe einen Antrag gestellt, damit die Sanierung schneller vorankomme. Außerdem sollte die städtische Wiese zügig als Schulhof ausgewiesen werden, damit es zu keinen Problemen mit der Nachbarschaft komme, so Messing.

Die Wiese auf der Südseite der Schule soll nun zum Pausenhof werden.

Foto: ta