EU-Förderung stärkt ländliche Räume
BARSINGHAUSEN (red). Anlässlich einer heutigen Befassung im Landtag zieht die Grüne Landtagsabgeordnete Djenabou Diallo Hartmann aus der Region Hannover eine positive Bilanz zu den im Rahmen des EU-Programms LEADER geförderten Projekten. In Niedersachsen sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Vorhaben entstanden, die direkt aus den Dörfern heraus entwickelt wurden – von Dorfläden und Begegnungsstätten über Kultur- und Tourismusangebote bis hin zu Mehrgenerationenhäusern. Auch in Barsinghausen wurden zahlreiche Projekte gefördert, wie etwa die Küche für alle in der Kulturfabrik am Deister zur Schaffung von zukunftsfesten Dorf- und Ortszentren oder die Neukonzeption des Museums Besucherbergwerk Klosterstollen sowie die Sanierung, der Innenausbau und die Umnutzung der Alten Schule Holtensen.
„Das Programm LEADER zeigt, wie europäische Fördermittel konkret und wirksam in den ländlichen Räumen ankommen“, erklärt Diallo Hartmann. Gerade für ein Flächenland wie Niedersachsen sei diese Förderung von zentraler Bedeutung. „Dabei geht es nicht um Luxus. Es geht um soziale Treffpunkte, Ehrenamt und schlussendlich um Lebensqualität und Grundversorgung. Es geht darum, dass Menschen bleiben – oder wieder zurückkommen.“ Die aktuell hohe Förderquote von bis zu 80 Prozent, in besonderen Fällen sogar bis zu 100 Prozent, ermögliche es Kommunen, Vereinen und Initiativen, Projekte überhaupt umzusetzen. „Viele Kommunen haben nur begrenzte finanzielle Spielräume. Ohne diese Förderquoten würden viele gute Ideen nicht realisiert werden“, so Diallo Hartmann.
Anzuerkennen sei dabei auch das Engagement des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: „Niedersachsen setzt sich klar für eine starke EU-Förderung des ländlichen Raums ein. Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte vertritt diese Position gemeinsam mit der Koalitionspartnerin SPD mit Nachdruck gegenüber dem Bund“, erklärt Diallo Hartmann. In der vergangenen Woche hatte die Landesregierung auf der Grünen Woche ein Positionspapier an den Bundesminister übergeben, mit dem Ziel, auch ab 2027 verlässliche Rahmenbedingungen für Programme wie LEADER zu sichern. „Die Projekte auch hier vor Ort zeigen, dass eine EU-Förderung dann besonders wirksam ist, wenn sie regionale Gestaltungsspielräume eröffnet“, so Diallo Hartmann abschließend. „Für gleichwertige Lebensverhältnisse braucht es weiterhin verlässliche Unterstützung für die ländlichen Räume – gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen.“
Foto: Djenabou Diallo Hartmann
