Hannelore Owens: Den Klimaschutz vor Ort durch durch ein gutes Radverkehrswegenetz voranbringen

Der Region Hannover wirft die Naturschützerin vor, die Sanierung der Radwege zu vernachlässigen

BARSINGHAUSEN (red). Zu den Bemühungen, ein Klimaanpassungskonzept auf den Weg zu bringen und dem Treffen der politisch und fachlich Verantwortlichen zum Bürgermeisterforum mit dem Thema Umgang mit den Folgen des Klimawandels im Regionshaus Hannover meldet sich die Barsinghäuserin Hannelore Owens zu Wort. Die Frage der Umweltdezernentin Christine Karasch ‚Wo kann die Region jetzt schon helfen‘, hat die auf dem Gebiet Umwelt- und Naturschutz engagierten Barsinghäuserin Hannelore Owens doch sehr überrascht. „Das ist ein Affront. Kommen Sie doch endlich Ihrer Unterhaltungspflicht für die Radwege in Barsinghausen nach! Wir Barsinghäuser warten seit 10 Jahren auf die Sanierung der Radwege, deren Unterhaltungspflicht der Region Hannover obliegt!“ lautet ihre Antwort.

Dass diese Einforderung seit 10 Jahren im Raum steht, könne sie mit Presseartikeln über den inakzeptablen Zustand der Radwege und ihrer Korrespondenz u. a. mit Zuständigen der Stadt Barsinghausen als auch der Region Hannover belegen, so Owens. Diese datierten bis zum Jahr 2009 zurück, als sie – damals Vorsitzende des NABU Barsinghausen – eine Umfrage zum Thema Radfahren unter den Barsinghäusern vornahm und daraufhin eine Arbeitsgruppe im Rathaus gegründet wurde, die ein gut funktionierendes Radwegenetz erarbeiten sollte. Ihre Geduld mit den Behörden sei aber langsam am Ende. So warte sie z.B. bereits seit Ende Dezember auf eine Beschwerde bei den Zuständigen der Stadt Barsinghausen. „Das Thema muss ernst genommen werden, denn schließlich ist der Umstieg vom Auto auf das Fahrrad als Transportmittel ein Beitrag zur Reduktion von Emissionen. „Das muss den Bürgern aber auch attraktiv gemacht werden, denn dadurch wird ein Beitrag für ein besseres Stadtklima, eine Minimierung des Verbrauchs natürlicher Rohstoffe sowie die von der Regierung gesteckten Ziele zum Klimaschutz erreicht. Man muss es aber auch vor Ort umsetzen”, mahnt Owens die zuständigen Behörden und zeigt anhand von Fotos ein einige Beispiele der verbesserungswürdigen Radwege in Barsinghausen auf.

Große Probleme gibt es laut Owens:

  1. Hannoversche Straße –Schutzstreifen für Radfahrer zu schmal *)

– Gefährdungspotential an der Einmündung der Karlstraße –zu unübersichtlich für Verkehr aus der Karlstraße (Radfahrer befahren vorzugsweise illegal die Straße – s. Fotos)

– Belag des gemeinsamen Rad-Fußwegs beidseitig sehr uneben und teilweise katastrophal

– Gefährdungspotential vor der Tankstelle –Radweg wird ohne Warnung für Straßenverkehr auf Hauptstraße gelenkt *)

  1. Deisterplatz – Grobsteiniger Belag katastrophal für Radfahrer (eine Zumutung)
  2. Stoppstraße – Rad-/Fußweg zu schmal bemessen, insbesondere vor Geschäften und an Bushaltestellen. Belag enorm uneben, rissig und hat große Löcher *). Behinderung durch parkende Pkws.

*) Gefährdungspotential durch ein Gestattungsgebot der Verwaltung (Nutzung des Bürgersteigs für Radfahrer)  gemindert

Fotos: Hannelore Owens