Hattrick für die „Löwen“ vom JFV Calenberger Land

Beim Cup der Region gab es eine wahre Elfmeterflut im August-Wenzel-Stadion

JFVCalenbergerLand

 

BARSINGHAUSEN (red). Der JFV Calenberger Land ist endgültig im Who´s Who des Cup der Region angekommen. Mit dem dritten Titelgewinn in Folge konnten sich die jungen „Löwen“ bei der 24. Turnierauflage im Barsinghäuser August-Wenzel-Stadion einreihen in die Phalanx der Seriensieger TSV Havelse, Hannover 96 und SC Langenhagen. Im Endspiel gab es für das Team von Trainer Tim Hoffmann nach torloser regulärer Spielzeit einen 3:1-Erfolg im Elfmeterschießen gegen den Heesseler SV, der damit nach 2007 und 2014 zum dritten Mal auf Platz 2 abschloss. Zum Matchwinner avancierte im Finale JFV-Torwart Nils Kühnen, der zwei Schüsse der Heesseler parieren konnte. Sowohl in den Vorrundenspielen als auch in den folgenden K.o.-Spielen waren die beiden Finalisten ohne Gegentreffer geblieben. Daran änderte sich auch im Finale, der Neuauflage des Endspiels von 2014, nichts, obwohl das Regionalligateam des JFV Calenberger Land sich ein Übergewicht gegen den Niedersachsenligisten aus Heessel erarbeitete. So musste zum achten Mal in den 15 Spielen der K.o.-Runden und wie schon 2014 die Entscheidung vom Punkt über Sieg und Niederlage entscheiden. Dabei erwies sich das klassenhöhere Team als nervenstärker und setzte sich mit 3:1 durch, nachdem man 2014 mit 5:3 triumphiert hatte. „Natürlich ist ein Sieg durch Elfmeterschießen am Ende immer glücklich. Der Turniersieg war letztlich nur mit einer starken Teamleistung möglich. Glückwunsch an die Heesseler, die uns alles abverlangt haben“, resümierte Tim Hoffmann nach dem Spiel. Hochzufrieden zeigte sich nach dem Finale Heessels Coach Sven Iwan: „Ich bin super-stolz auf meine Mannschaft. Sie hat hervorragend dagegen gehalten und am Ende unglücklich verloren. Die gezeigten Leistungen stimmen mich sehr zuversichtlich für die bevorstehende Saison.“ Erstmals auf dem Treppchen landete der TSV Bemerode, der im Elfmeterschießen um Rang 3 den TSV Havelse mit 4:3 bezwang und sich damit einen Sportartikelgutschein im Wert von 1000 Euro sicherte. Unglücklich nach der Vorrunde ausgeschieden war der 1. FC Wunstorf, der punkt- und torgleich mit TSV Krähenwinkel/Kaltenweide und TuS Garbsen aufgrund des direkten Vergleichs frühzeitig die Sporttaschen packen musste. JFV Calenberger Land sprang mit einer zweiten Mannschaft kurzfristig für den SC Langenhagen ein, der seine Teilnahme absagen musste. Das befand JSG Hannover-West erst am Spieltag für nötig und blieb dem Cup der Region fern. Die Siegerehrung wurde in Barsinghausen vorgenommen von Prof. Dr. Axel Priebs, erster Regionsrat der Region Hannover, Wilhelm Lindenberg, Arbeitsdirektor der üstra, Jens Bratherig, Vorstandsmitglied der Sparkasse Hannover, Jens Grützmacher, Vorsitzender des Fußballkreises Hannover, Berthold Kuban, stellvertretender Vorsitzender des NFV-Kreises Hannover-Land, und Siegfried Volker (KSG). Seinen Reiz bezieht der „Cup der Region“ aus der Prämierung. Denn alle 24 teilnehmenden Mannschaften durften sich über einen attraktiven Preis freuen, der Sieger gar über einen Sportartikel-Gutschein im Wert von 1.500 Euro, der unterlegene Finalist aus Heessel immerhin über einen Gutschein im Wert von 1250 Euro. Auch faires Spiel wurde belohnt: Den Fair-Play-Preis der Sparkasse Hannover und damit 250 Euro für die Mannschaftskasse sicherte sich wie im Vorjahr SV Arminia Hannover vor JFV Calenberger Land (150 Euro), FC Springe (100 Euro) und TSV Bemerode (50 Euro). Der „Cup der Region“ wurde erstmalig am 8. August 1993 ausgetragen. Im Jahr 2007 kam es zur Reform. Aus der Veranstaltung, an der bis dahin alle Vereine der NFV-Kreise Hannover und Hannover-Land teilnehmen durften, ist ein Einladungsturnier für die besten 24 A-Juniorenmannschaften der beiden Fußballkreise geworden. Nicht mehr mit dabei sind die „Roten“ von Hannover 96, die bis zur Einführung der A-Junioren-Bundesliga im Jahr 2003 Stammgast waren. Das Unternehmen RegioBus unterstützt den „Cup der Region“ gemeinsam mit dem NFV, dem Verkehrsverbund für den Großraum Hannover (GVH) und der Sparkasse Hannover. Weitere Partner sind die üstra AG, die Kreissiedlungsgesellschaft sowie die Gebietskörperschaft „Region Hannover“.