HVB lässt Chance im Abstiegskampf liegen und muss nun weiter zittern

BARSINGHAUSEN (red).

Der HV Barsinghausen hat die unverhoffte Chance, sich im Abstiegskampf der Männer-Oberliga einen möglicherweise entscheidenden Vorteil gegenüber der SG Börde zu verschaffen, nicht genutzt. Vor 180 Zuschauern unterlag die Mannschaft von Jürgen Löffler der HSG Nienburg am Donnerstag mit 26:29 (12:16). Eigentlich hätten sich beide an gleicher Stelle am 9. März gegenüberstehen sollen. Damals erschienenen die angesetzten Schiedsrichter nicht und beide Clubs konnten sich nicht auf ein zufällig anwesendes Gespann – das pikanterweise diesmal pfiff – einigen. Der HVN wertete die Partie daraufhin kampflos gegen beide. Der HVB legte Protest ein, dem gab das Schiedsgericht des HVN am vergangenen Sonntag statt. Rätselhaft, warum das Urteil den HVB erst am 1. Mai erreichte. Als Torhüter Patryk Wiacek vier Minuten vor Schluss mit einem Blitzreflex einen Wurf der Gäste entschärfte, waren 180 Zuschauer in Partylaune. Maxi Schulze vergab jedoch die dicke Chance zum Ausgleich. Im Stile einer Spitzenmannschaft brachte die HSG die Partie nach Hause. „Wir haben nicht viel falsch gemacht, aber man den Unterschied zwischen dem Elften und dem Dritten gesehen“, analysierte Trainer Jürgen Löffler. Nienburg bestrafte im ersten Durchgang konsequent die Barsinghäuser Fehler und setzte sich 12:8 (23.) ab. Die HSG erhöhte sogar auf 18:12 (33.). Das Ergebnis schien aus dem Ruder zu laufen und auch der Vorteil in der Tordifferenz gegenüber Börde von sieben Treffern war zu diesem Zeitpunkt fast dahin. Entgegen anders lautender Aussagen hatte Staffelleiter Jens Schoof am Nachmittag erklärt, dass bei Punktgleichheit nicht der direkte Vergleich entscheidet. Der HVB kämpfte sich zurück ins Spiel und verkürzte auf 23:24 (53.). Mehr ging nicht. Löffler nahm es äußerlich gelassen: „Eigentlich hat sich nichts geändert. Wichtig ist, dass wir uns unser Torverhältnis nicht zerstört haben.“ Ein Blick in die Gesichter der Spieler verriet allerdings die Enttäuschung. Die Entscheidung, wer sich rettet und wer in die Relegation gegen den SV Beckdorf aus der Oberliga Nordsee muss, fällt am Sonnabend ab 19.30 Uhr. Börde erwartet den Tabellenzweiten MTV Vorsfelde, die Barsinghäuser treten bei den HF Helmstedt/Büddenstedt an. Ein Nervenspiel beim dem über 50 Anhänger mit an die ehemalige innerdeutsche Grenze reisen, um die Mannschaft zu unterstützen.