Im Kräuterpark in Altenau/Harz gewinnen die Gartenbaufreunde bleibende Eindrücke

BARSINGHAUSEN (red).

Bei strahlendem Sonnenschein hatte der Deister-Obst- und Gartenbauverein Barsinghausen e.V. mit 23 interessierten Mitgliedern am Sonn­abend, dem 3. Juni, eine Bustagesfahrt zum Kräuterpark in Altenau/Harz unter­nommen. Der Besuch des Kräuterparks wurde für die Ausflügler zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Auf gut befestigten Spazierwegen konnten die Besucher eine unüberblickbar große Vielzahl einheimischer und exoti­scher Gewächse aus dem Bereich der Kräuterpflanzen und Heilpflan­zen bewundern und mit allen Sinnen wahr­neh­men, anfassen, riechen, schmecken. Manche Kräuter entpuppten sich als Rari­täten aus überseeischen Ländern oder als weithin vergessene Hausmittel, deren Wirk­stoffe in manchen Fällen noch heute in der Pharmazeutik bei der Her­stellung von Medikamenten genutzt wer­den. Die fachmännisch angelegten An­pflan­­zun­gen auf dem Parkgelände waren teilweise in botanischen „Pflanzen­schulen“  zusammengestellt. So konnten die Besucher unter den vielen Pflan­zen­gruppen zum Beispiel auch die „Minzenschule“ bewundern (mit zahlreichen Minzen­arten, unter anderem: Katzenminze, Bowle Minze, Ananas-Minze, Limonen-Minze, Sizilianische Minze, Englische grüne Minze).

Ein Teil des Parkgeländes war naturnah als „Harzer Kräuterwiese“ gestaltet und überraschte mit herrlich blühenden Sommerblumen. In der Um­gebung eines hö­her gelegenen Wasserfalls befand man sich mitten in einer inter­essanten Kalk­boden­flora. Als Wahrzeichen des Kräuterparks war die Gewürz-Pagode nicht zu übersehen, die nach chinesi­schem Vorbild in zentraler Lage des Parks erbaut worden war. Im Innen­­raum der Pagode konnte man eine sehr große Zahl von Gewürzarten bestaunen. Anhand übersichtlicher Schau­tafeln erfuhren die Besucher Wissens­wertes über die Her­kunft und Heil­wirkung der Ge­würze und ihre Ver­wen­dung in der Küche. Außerdem waren zahl­reiche Bilddokumente zur Geschichte des Gewürzhandels in der Pagode zu besichtigen. Dargestellt waren histo­rische Ge­würzrouten auf dem Seewege nach Indien sowie auf dem Landwege entlang der Seidenstraße und der Weihrauch­straße. Besonders sehenswert war die Gewürz-Galerie im Hauptgebäude. Bereits beim Betreten der Gewürzgalerie waren die Besucher von den aromatischen Düften überrascht, die von Hunderten selbst hergestellter Gewürzmischungen nach Re­zepten aus China, Indien, Malaysia, Amerika und Europa, und von zahl­reichen Teemischungen, Heilkräutern und Gewürz-Ölen ausgingen. Gegen 17 Uhr begann die Heimreise, und ein eindrucksvoller Tagesausflug in die faszinie­rende Welt der Kräuter und Gewürze ging zu Ende.

Foto: privat