BARSINGHAUSEN (red).
In Zeiten verstärkter militärischer Auseinandersetzungen und Aufrüstung gerät allzu leicht aus dem Blick, was diese für die Entwicklung des Klimas bedeuten: Krieg ist auch ein Krieg gegen das Klima. Wie hängen Krieg und Klimakrise zusammen? Und was können wir tun, um eine Welt zu schaffen, in der wir gerne leben möchten? Auch wenn sie aus der öffentlichen Wahrnehmung immer weiter verdrängt wird, ist die Klimakrise mitnichten verschwunden. Aktuellen Schätzungen zufolge steht der Menschheit eine Erderhitzung von ca. 2.7 Grad gegenüber vorindustriellem Niveau bevor. Militär und Krieg spielen dabei eine wesentliche, aber selten berücksichtigte Rolle. So hat beispielsweise ein Leopard-2-Kampfpanzer einen Verbrauch von mehr als 500 Liter Treibstoff für 100 Kilometer. Die genauen Emissionen, vor allem bei Auslandseinsätzen, sind allerdings unbekannt – weil sie auch geheim gehalten werden – und damit auch nicht in Berechnungen, wie weit die Erde sich erhitzen wird, einbezogen. Gleichzeitig sorgt die Klimakrise für die Zuspitzung bestehender Konflikte und schafft neue, kann also auch Kriegsursache sein. Die Naturfreunde wollen aber keine Weltuntergangsstimmung verbreiten, sondern vor allem schauen, aus welchen gemeinsamen Ursachen Krieg und Klimakrise erwachsen, und welche Handlungsmöglichkeiten sich davon ausgehend für die Menschen als soziale Bewegungen eröffnen. Die für Donnerstag, 9. April, vorgesehene Veranstaltung in der Kulturfabrik Krawatte verschiebt sich auf einen späteren Termin. In dieser Kooperation zwischen Naturfreunden Barsinghausen und „Basche erneuerbar“ haben die Veranstalter als Referentin Julia Oepen aus Hildesheim eingeladen.
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