BARSINGHAUSEN (red).
Im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ informierte die Stadt Barsinghausen am Donnerstag, 2. Juli, über die geplante Umgestaltung des Heinrich-Heine-Platzes im Sanierungsgebiet „Goethestraße–Bahlsen“. Michaela Klank, Leiterin des Bau- und Planungsamtes, stellte den aktuellen Entwurf vor und erläuterte die vorgesehenen Maßnahmen. Im Anschluss nutzten die anwesenden Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, ihre Anregungen, Fragen und Hinweise in die weitere Planung einzubringen. Ein Schwerpunkt der Diskussion lag auf den vorgesehenen Sitzmöglichkeiten auf dem Heinrich-Heine-Platz. Mehrere Anlieger äußerten die Sorge, dass diese – wie in der Vergangenheit an anderen Standorten im Umfeld beobachtet – als dauerhafte Aufenthaltsorte für problematische Nutzungen dienen könnten. Die Verwaltung wurde gebeten, mögliche präventive Maßnahmen zu prüfen und entsprechende Erfahrungen in die weitere Planung einzubeziehen. So kann eine angemessene Beleuchtung sowohl die Aufenthaltsqualität als auch das Sicherheitsgefühl stärken und zur sozialen Kontrolle beitragen.
In diesem Zusammenhang wurde auch die Frage gestellt, warum auf dem Heinrich-Heine-Platz überhaupt Sitzgelegenheiten vorgesehen sind. Die Verwaltung erläuterte, dass die Sitzmöglichkeiten das Ergebnis der Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Erstellung des Integrierten Entwicklungskonzeptes (IEK) 2021 sind. Damals hatten Bürgerinnen und Bürger den Wunsch geäußert, den Platz als Aufenthalts- und Begegnungsort aufzuwerten und mit entsprechenden Sitzgelegenheiten auszustatten. Die aktuelle Planung greift damit ein wesentliches Ergebnis der damaligen Bürgerbeteiligung auf. Ebenfalls intensiv diskutiert wurde die Parkraumsituation. Aus Sicht der Anlieger sind die derzeit vorgesehenen Stellplätze nicht ausreichend. Die Verwaltung wird daher prüfen, ob im westlichen Bereich des Platzes zwischen den vorhandenen Bäumen zusätzliche Parkmöglichkeiten geschaffen werden können. Darüber hinaus soll untersucht werden, ob in den angrenzenden, bereits sanierten Spielstraßen weitere Stellplätze markiert werden können, sofern die vorhandenen Straßenquerschnitte dies zulassen.
Darüber hinaus wurde auf die Problematik dauerhaft im öffentlichen Raum abgestellter Anhänger und Wohnwagen hingewiesen. Nach Auffassung der Anlieger sollten vorhandene private Stellplätze stärker genutzt werden. Die zuständigen Fachbereiche werden die rechtlichen und ordnungsbehördlichen Möglichkeiten prüfen. Ein weiteres wiederkehrendes Thema war die Müllentsorgung. Von den Anliegern wurde berichtet, dass die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) darauf hingewiesen habe, dass Müllfahrzeuge aufgrund parkender Fahrzeuge die betroffenen Straßen teilweise nicht passieren könnten. Die Anlieger machten jedoch deutlich, dass die derzeitige Parksituation maßgeblich auf die laufenden Straßenbaumaßnahmen und die fehlenden geordneten Parkmöglichkeiten zurückzuführen sei. Die Stadt Barsinghausen bewertet die Informationsveranstaltung als wichtigen Bestandteil des Beteiligungsprozesses. Die eingebrachten Hinweise und Anregungen werden nun durch die zuständigen Fachbereiche geprüft und fließen in die weiteren Planungen zur Umgestaltung des Heinrich-Heine-Platzes ein.
Bild: Stadt
