Instandsetzungsarbeiten bei der St. Blasiuskirche haben begonnen

GROßGOLTERN (gk).

Ungewohnte Baugeräusche dringen derzeit vom Kirchengelände der evangelisch-lutherischen St. Blasiuskirche. Zwei Mitarbeiter einer Fachfirma aus der Wedemark haben Anfang der Woche mit den Außenarbeiten begonnen. Direkt am Quadermauerwerk entstehen zwei Vertiefungen in 1,50 Meter Tiefe und 90 Zentimeter Breite, die mit Betonverstärker anschließend verfüllt werden. Stefan Loth betreut, gemeinsam mit Cord Hennies, das Bauvorhaben, das sich wohl bis Weihnachten hinziehen könnte, da auch der Innenbereich und der Dachstuhl betroffen seien.

Bereits Mitte Dezember vergangenen Jahres hatte Deister Echo über die Schäden an der Kirche berichtet. Die Risse im Mauerwerk hätten sich in den vergangenen Jahren auffällig verstärkt, betont Loth. Seit drei Jahren hätte er sich um die Behebung der Schäden bemüht, deren Ursache bisher nicht eindeutig geklärt wären. Die St. Blasiuskirche steht unter Denkmalschutz.

Die Saalkirche wurde 1750/54 nach einem Entwurf von Georg Friedrich Dinglinger erbaut. Die Mauern des Langhauses und des dreiseitig geschlossenen Chors aus verputzten Bruchsteinen stehen auf einem Sockel aus Quadersteinen. Der quadratische Kirchturm stammt aus dem 14. Jahrhundert. Im 30-jährigen Krieg entzündeten die Soldaten des Feldherrn Tilly im unteren Bereich ein Feuer, dass die ins Obergeschoss geflüchteten Bewohner tötete.

Fotos: Gerheie Knüttel