Julia Nunez-Bartolomé bleibt Vorsitzende der Deister-Freilicht-Bühne

Jahreshauptversammlung beschließt Beitragserhöhung / Sanierung der Halle unter den Eichen beschert Loch in der Kasse / Knapp 21.000 Besucher in 2018 / Zahl der Mitglieder steigt auf 758 / Ehrungen

Die Vorsitzenden Julia Nunez-Bartolomé (li.) und Malte Großestrangmann (re.) ehren Irene und Arnold Hein, Brigitte Karka, Annabell Reymann und Hartmut Karpa für 25 Jahre Vereinstreue.

BARSINGHAUSEN (ta). Die Hauptversammlung der Deister-Freilicht-Bühne hat der bisherigen Vorsitzenden, Julia Nunez-Bartolomé, und dem jetzigen Schriftführer, Matthias Schulze, einstimmig das Vertrauen ausgesprochen und somit für weitere Amtszeiten wiedergewählt. Bei 80 Ja-Stimmen, fünf Enthaltungen und vier Gegenstimmen wurde zudem eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge für Jugendliche auf 15 Euro, Erwachsene auf 30 Euro und Familien auf 45 Euro beschlossen, die ab dem kommenden Jahr Gültigkeit erlangt. In dem vorangegangenen Vorstandsbericht konnte Nunez-Bartolomé mit ambivalenten Zahlen aufwarten. Sehr erfolgreich verlief die letzte Spielsaison, zu der der größte Kulturverein Barsinghausens insgesamt 20.858 zahlende Besucher begrüßen konnte. Alle drei Bühnenstücke wurden bei den 42 Aufführungen auch aufgrund des außergewöhnlichen Sommers sehr gut vom Publikum angenommen – hinzu kam noch die restlos ausverkaufte Musical-Night. Positiv stellt sich auch der Trend bei den Mitgliedschaften dar. Die Zahl der Vereinszugehörigkeiten stieg um 23 auf 758 Mitglieder, davon sind rund 300 aktiv eingebunden. Etwas differenzierter stellte sich die Lage beim Finanzbericht dar. Am 24. August vergangenen Jahres war die Halle unter den Eichen per Vertrag mit der Stadt in den Besitz des Vereins übergangenen. „Ein großer Schritt“, befand die Vorsitzende, der allerdings auch mit erheblichen Ausgaben und nötigen Investitionen verbunden gewesen sei. Die eigentlich vorgesehenen Kosten für die umfangreiche Baumaßnahme in Höhe von rund 300.000 Euro hatten sich aufgrund der schlechten Bausubstanz und vor allem wegen der anstehenden Sanierung der anliegenden Obdachlosenunterkunft um 150.000 Euro erhöht, so dass wegen der Halle ein Gesamtverlust von rund 82.000 Euro zu Buche schlug. Vor diesem Hintergrund hatte der Verein ein Darlehen über 150.000 Euro aufnehmen müssen. Dieses könne sich die Freilichtbühne aber durchaus leisten, erklärte Nunez-Batolomé, denn durch die erfolgte Sanierung des Gebäudes fließe auch der gesteigerte Gegenwert desselbigen in die Bilanz ein. Weitere Ausgaben galt es in den Bereichen Technik, Wasseranschluss im Spielerheim, für eine Drainage bei der Garderobe, bei der Sanierung des Heizungskellers im Spielerheim sowie bei der Garderoben-Sanierung zu stemmen. Einstimmig beschlossen wurden unter anderem die Etablierung einer Kinderecke, die Befestigung der Parkfläche beim Spielerheim, Dämmmaßnahmen bei der Halle sowie der Einbau einer kostengünstigeren Heizungsanlage im Spielerheim. Die Versammlung entlastete den Vorstand einstimmig. Geehrt für 25-jährige Mitgliedschaften wurden Annabell Reymann, Brigitte Karka, Irene Hein, Hartmut Karpa und Arnold Hein.

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