Kanalbaumaßnahmen im Hecken- und Grasweg sowie in der Kaltenbornstraße beschlossen

Bauverwaltung stimmt Anwohner auf Beeinträchtigungen ein / Finanzierung des Berufsorientierungsprogramms wird im nächsten Schulausschuss thematisiert

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BARSINGHAUSEN (ta). Der Rat hat gestern einstimmig die Erneuerung der Kanäle sowohl im Hecken- und Grasweg als auch in einem Teilbereich der Kaltenbornstraße beschlossen. Das zuständige Ingenieurbüro habe laut Baudirektor Tobias Fischer dabei zudem den Einbau von Drosselungen für das Regenwasser, Stauräume und einen Durchstoß zur Wilhelm-Heß-Straße vorgesehen. Die Baumaßnahmen seien notwendig, damit das Oberflächenwasser abfließen könne, erneuerungsbedürftig seien aber auch die Schmutzwasserkanäle. Für die Arbeiten im Untergrund müssten die Straßen teilweise auf einer Breite von 2,5 Metern aufgerissen werden, der Zugang zu den Grundstücken müsse in dieser Phase organisiert werden, so Fischer. Die Kosten für die Stauräume sollen laut Bürgermeister Marc Lahmann für das gesamte Gebiet gelten und in der kostengünstigsten Variante anteilig auf die Anlieger umgelegt werden, erklärte Bürgermeister Marc Lahmann. Über den Straßenausbau im Hecken- und Grasweg wurde noch nicht entschieden, hierfür soll noch ein ein weiterer Workshop mit den Anliegern stattfinden, bei dem zusätzliche Ausbauvarianten vorgestellt werden.

IMG_1575Beschlossen wurden ferner der Straßenausbau und die Kanalbaumaßnahme in der Oberen Straße sowie der Gehwegausbau und die Kanalbaumaßnahme in der Tannenstraße.

In die Fachausschüsse verwiesen wurde die Frage, wie künftig die 52.000 Euro pro Jahr zur Finanzierung des Berufsorientierungsprogramms aufgebracht werden sollen. Wie Deister Echo berichtete, plant das Land Niedersachsen die bisherigen Mittel für die eingesetzten Kräfte des Bildungsträgers „Pro Beruf“ zur Finanzierung von zusätzlichen Schulsozialarbeitern zu nutzen. Somit würde die Berufsorientierung an den weiterführenden Schulen in Barsinghausen auslaufen. Hierzu lagen zwei Anträge von CDU und FDP vor. Über das Thema soll in den Fachausschüssen im August unter Heranziehung von Fachleuten des Landes und der Region Hannover weiter diskutiert werden. CDU-Fraktionsvorsitzender Roland Zieseniß fragte, ob das Pro Beruf-Personal nicht auch durch alternative Träger, wie die Region, finanziert werden könne. CDU-Landtagsabgeordneter und Ratsherr Max Matthiesen sprach von einer Schicksalsstunde für die Ausbildung von jungen Menschen, notfalls müsse hier die Stadt finanziell gerade stehen. FDP-Fraktionsvorsitzender Bernhard Klockow verwies darauf, dass das von den Schulen und Pro Beruf geschaffene Netzwerk mit der Wirtschaft seit 14 Jahren sehr gut in Barsinghausen funktioniere. Daher sollte die Stadt das Programm zur Berufsorientierung nötigenfalls aus eigenen Mitteln selbst gegenfinanzieren. Bürgermeister Marc Lahmann lehnte dies mit dem Hinweis ab, dass es sich hierbei um eine Aufgabe des Landes handele. Außerdem gelte der Entschuldungsvertrag zwischen Barsinghausen und dem Land, daher müssten zusätzliche städtische Ausgaben zunächst kompensiert werden, so Lahmann. Über die Parteigrenzen hinweg war man sich aber einig, dass eine Lösung gefunden werden solle. SPD-Ratsherr Thomas Wittschurky monierte, dass die Informationen zur schwierigen Situation der Berufsorientierung an den Schulen erst sehr spät öffentlich geworden seien.

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