Kinderfriedhof bei Nienstedt: Gedenkgottesdienst erinnert an das Leid von Zwangsarbeitern und Kindern

NIENSTEDT (red).

“Der Friedhof der vergessenen Kinder” wird der Ort manchmal genannt. Auch in diesem Jahr wollen die Christusgemeinde und die Kapellengemeinde in Nienstedt zu einem besonderen Gedenkgottesdienst einladen, der mit Nienstedt und dem ganzen Landkreis so eng verbunden ist – und den viele doch nicht kennen. Am 16. Juni um 14 Uhr wollen die Teilnehmer die Geschichte erzählen, die dazu führte, dass der “Notfriedhof” 1944 entstand.

Der Kinderfriedhof befindet sich im Deister zwischen dem westlichen Ortsausgang von Nienstedt und Wallmannhütte.

Dazu sind alle herzlich eingeladen, nicht nur die Menschen in Nienstedt. „Vor allem wollen wir die Menschen sichtbar machen, deren Leid und Ausbeutung dazu führte. Die Zwangsarbeiter*innen und die Kinder, die so schlecht versorgt wurden, dass innerhalb eines Jahres 1248 von ihnen starben. Stellvertretend für sie, lesen wir die wenigen Namen, die wir heute kennen“, erklärt Pastor Sebastian Kühl.

Fotos: privat