Klimaschutz: „Jeder kann mitmachen“

Zur UN-Klimakonferenz hatte heute die SPD den eigenen Bundestagsabgeordneten, Matthias Miersch, den Geschäftsführer der Klimaschutzagentur der Region Hannover, Udo Sahling, und den Geschäftsführer der Stadtwerke Barsinghausen, Jochen Möller, zu einer Podiumsdiskussion eingeladen

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V.li.: Jochen Möller (Stadtwerke), Matthias Miersch (MdB), Gastgeber Michael Wittich von der SPD-Egestorf und Udo Sahling (Klimaschutzagentur)

EGESTORF (ta). Bei frostigen Außentemperaturen wurde heute im Feuerwehrgerätehaus Egestorf engagiert über Strategien und Wege zur Begrenzung der Erderwärmung diskutiert. Vor dem Hintergrund der 21. UN-Klimakonferenz in Paris, bei der sich die beteiligten Staaten auf eine Begrenzung des weltweiten Temperaturanstiegs auf unter zwei Grad Celsius geeinigt hatten, hatte die SPD heute den SPD-Bundestagsabgeordneten, Matthias Miersch, sowie die Geschäftsführer der Klimaschutzagentur der Region und der Stadtwerke Barsinghausen, Udo Sahling und Jochen Möller, zu einer interessanten Informations- und Diskussionsveranstaltung eingeladen. Miersch wertete das sogenannte Paris-Abkommen als Erfolg und historischen Schritt, da es den Staaten gelungen sei, sich auf ein gemeinsames Ziel zu einigen. Allerdings fingen die Hausaufgaben jetzt erst richtig an. Mit der Übereinkunft sei mithin auch des Ende des fossilen Zeitalters eingeläutet worden, das sei ein wichtiges Signal für Finanzinvestoren, die nun genau schauen müssten, in welche Projekte sie zukünftig investierten, so Miersch. Von ganz entscheidender Bedeutung sei aber auch die lokale Ebene. Jede Kommune und jeder Bürger könne mitmachen. Als konkrete Ansätze nannte der Bundestagsabgeordnete die Straßenbeleuchtung, die kommunalen Fuhrparks, Baustandards bei öffentlichen Gebäuden sowie Beratungsangebote zum Energiesparen. Udo Sahling stellte die vielfältigen Informations- und Beratungsangebote der eigenen Agentur kurz vor, die sowohl jeder Hausbesitzer als auch Mieter nutzen könne. Kosten- und Energieeinsparungen bis zu 70 Prozent seien durchaus drin, sagte Sahling. Darüber hinaus biete die Klimaschutzagentur aber auch verschiedene Checks für private Betriebe an, welche sich obendrein über spezielle Fördermöglichkeiten informieren lassen könnten. In Barsinghausen sei zudem schon seit längerem die Etablierung eines kommunalen Klimaschutzmanagers im Gespräch. Dieser könnte dann konkrete Fördermöglichkeiten ausloten und die entsprechenden Anträge stellen, so Sahling. Im Zuge des Ausbaus der regenerativen Energien hoffe er, dass die Region Hannover der Vergrößerung der Windkraftanlage bei Ostermunzel zustimmen werde. Zusammen mit Jochen Möller von den Stadtwerken bekräftigte er zudem die Absicht zur engeren Kooperation zwischen Klimaschutzagentur und Stadtwerken. Konkret gehe es darum, den eigenen Kunden verstärkt Beratungen zum Energieeinsparen zu bieten, so Möller. Dazu mehrten sich inzwischen die Anfragen seitens der Strom-, Gas- und Wasserkunden. „Insgesamt wollen wir uns als Stadtwerke noch breiter aufstellen.“ Dabei gehe es um auch um den Ausbau von Solarenergieanlagen. Schon jetzt verfüge man beim Wasserwerk und bei der Kläranlage über zwei Photovoltaikanlagen, die pro Jahr rund 50.000 Kilowattstunden erzeugten. Weiteres Feld, auf dem sich die Stadtwerke engagieren wollen, sei das Thema Elektro-Autos. Diese seien bislang schlicht zu teuer für den Normalverbraucher, sagte Möller.

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IMG_9645Foto: ta