Kohl ist der wahre Gewinner dieses „Schmuddelsommers“

REGION/NIEDERSACHSEN (red).

Salate, Tomaten und Gurken – im September herrscht im Gemüsegarten Hochsaison. Das ist im liebevoll angelegten Bauerngarten genauso, wie auf dem Feld beim Bauern nebenan. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet dies prall gefüllte Regale und Auslagen mit einer großen Vielfalt frischer Gemüse- und Obstsorten aus der Region und das zu günstigeren Preisen als im Vorjahr.

„Gerade jetzt im Nachfragetief der Urlaubszeit gibt es noch von allen Kulturen beste Qualitäten“, sagt Erich Klug, Gemüsebauberater der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Er zeigt sich mit den Wachstumsbedingungen der Saison insgesamt zufrieden. „Für Salate, Kohl, Porree und Sellerie waren das die idealen Wachstumsbedingungen, sie sind die Gewinner des regenreichen Sommers“, stellt er fest. Gurken, Zucchini und Kürbisse gehörten dagegen aufgrund des kalten Frühjahrs zu den Spätzündern im Gemüsebeet. „Sie sind verspätet an den Start gegangen“, erläutert Klug. Nach den heißen Sommern in den Vorjahren mussten sich die Landwirte und ihre Gemüsekulturen in diesem Jahr wieder auf einen typisch niedersächsischen „Schmuddelsommer“ einstellen. „In vielen Regionen hat ausreichend Niederschlag auf jeden Fall für Entspannung gesorgt, allerdings hatten einige Kulturen wie die Buschbohnen, Freilandgurken, diverse Kräuter und Zwiebeln mit dem hohen Pilzdruck zu tun“, berichtet Klug. Wärmeliebende und empfindliche Pflanzen wie Tomaten, Paprika und Gurken würden daher von vorneherein im Gewächshaus angebaut.

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