Kunstverein eröffnet die fesselnde Ausstellung „Anthropozän“

BARSINGHAUSEN (red).

Am Freitagabend wurde eine fesselnde Kunstausstellung mit dem Titel „Anthropozän“ eröffnet, präsentiert vom Kunstverein Barsinghausen. Die Vernissage, die in der Krawatte stattfand, zog rund 80 begeisterte Besucher an und bot einen faszinierenden Einblick in die Werke der renommierten Künstler Christoph Rust und Gregory Sean Sheehan. Rust beeindruckt mit seiner einzigartigen Technik, bei der er Pflanzenstrukturen in den Mittelpunkt seiner Werke stellt und dabei stets auf die Veränderungen durch den Menschen Bezug nimmt. Auf der anderen Seite arbeitet Sheehan mit Torf aus seiner irischen Heimat und veranschaulicht, wie dieser natürliche Rohstoff, der bis zu 10.000 Jahre alt sein kann, unaufhaltsam durch menschlichen Einfluss verändert wurde. Die Eröffnung der Ausstellung wurde vom Vorsitzenden des Kunstvereins, Carsten Hettwer, geleitet, der sich herzlich bei verschiedenen Förderern für ihre tatkräftige und finanzielle Unterstützung bedankte. Professor Wilfred Köpke hielt eine Rede über den Hintergrund des Anthropozäns und die künstlerische Auseinandersetzung durch die beiden Künstler. Weltweit ist spürbar, wie dieses geologische Zeitalter die Erdoberfläche und das Klima beeinflusst hat, mit Flugasche, Gülle, atomaren Abfällen und Kohlendioxid als sichtbaren Folgen.

Die Besucher wurden zudem von der Band Concord mit mitreißenden Swing- und Jazzstücken verwöhnt, bevor sie mit einem Häppchen und einem Getränk in der Hand vor den Kunstwerken ins Gespräch kamen. Die Ausstellung „Anthropozän“ ist noch bis zum 24. September an jedem Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Eine Ausnahme bildet der Großraum-Entdeckertag am 10. September, an dem die Ausstellung bereits ab 11 Uhr zugänglich sein wird. Diese Ausstellung bietet eine eindringliche Reflexion über die von Menschen verursachten Veränderungen unserer Erde im Anthropozän und ist ein Muss für Kunstliebhaber und Umweltinteressierte.

Fotos: Kunstverein Barsinghausen