Landvolk Niedersachsen: Eine starke Stimme seit 75 Jahren

REGION/NIEDERSACHSEN (red).

75 Jahre, und kein bisschen leise: Eine starke Stimme für die Landwirtinnen und Landwirte ist das Landvolk Niedersachsen. Der Gründungstag jährt sich in der kommenden Woche zum 75. Mal. Am 18. Februar 1947 haben sich im Hannover Congress Centrum (HCC) die Väter des Verbandes getroffen, um den Landesbauernverband in schwieriger Nachkriegszeit als Interessenvertretung für die Landwirte sowie für alle Bewohnerinnen und Bewohner des ländlichen Raums ins Leben zu rufen. An gleicher Stelle, im Leibniz-Saal des HCC, sollte am 18. Februar 2022 das Jubiläum angemessen gefeiert werden. Die Veranstaltung wird aber nun aufgrund der aktuellen immer noch pandemischen Lage im Herbst nachgeholt werden. „Ich hoffe sehr, dann alle Gäste begrüßen zu können“, sagt Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies. Derweil empfiehlt der Landwirt die Lektüre des Jubiläumsheftes, das am 17. Februar der gedruckten Ausgabe der Zeitschrift „Land und Forst“ beigelegt wird. „Darin möchten wir die Leser mitnehmen auf eine Reise durch die Jahrzehnte. Wir blicken zurück, aber auch voraus: Welche Weichen stellt die Agrarpolitik? Was bedeutet das für die Bäuerinnen und Bauern in Niedersachsen, für die Familien, für die Zukunft eines ganzen Berufsstandes, des zweitgrößten Wirtschaftszweiges im Bundesland Niedersachsen?“ Auch im Internet und auf den Social Media-Kanälen des Landvolks sind zahlreiche Beiträge geplant.

„Wir werden weiter kämpfen für die Schweine haltenden Betriebe und die Ferkelerzeuger, die von der schwersten Krise seit Jahrzehnten betroffen sind, und uns weiter einsetzen für eine sinnvoll gestaltete Umstiegsprämie“, bekräftigt Hennies. „Außerdem werden wir den gesellschaftlich geforderten Umbau der Tierhaltung konstruktiv und wachsam begleiten. Besonders werde ich mich auch ganz persönlich in meinem Amt einsetzen für die Menschen, die in den Moorgebieten leben und wirtschaften. Die Forderungen zur Wiedervernässsung der kohlenstoffreichen Böden im Rahmen des Klimaschutzes werden in ihren Folgen für den ländlichen Raum immer noch unterschätzt – sie haben die Dimension des Kohleausstiegs.“ Der erste Präsident des Landesbauernverbandes, Edmund Rehwinkel, sagte bei der Gründung 1947: „Wir brauchen eine zielbewusste, starke Berufsvertretung, die das ganze Landvolk geschlossen hinter sich hat.“ Das gilt bis heute  bei allen Veränderungen und Anpassungen, die die Landwirtschaft und ihre „starke Stimme“ zu bewältigen hat.

Foto: Landvolk