Landwirte befürchten eine noch schlechtere Zuckerrübenernte als im Vorjahr

REGION (red).

Die Zuckerrübenernte wird für Niedersachsens Ackerbauern vermutlich noch ernüchternder ausfallen als die schon unterdurchschnittliche Vorjahresernte. Nachdem nun alle Zuckerfabriken des Verarbeitungsunternehmens Nordzucker in die Kampagne gestartet sind, legt der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ) erste Ernteergebnisse vor. Sie bestätigen die geringe Erwartungshaltung der Landwirte, denn die Rüben boten auch auf dem Acker keinen überzeugenden Anblick. Danach fällt der Rübenertrag je Hektar mit 62,3 Tonnen (t/ha) noch etwas niedriger aus als zum ähnlichen Zeitpunkt des Vorjahres mit 63 t/ha. Auch der Zuckergehalt reicht mit 18,7 Prozent nicht an den Vorjahreswert von 19,1 Prozent heran, gleichwohl sind auch die diesjährigen Rüben wieder sehr süß. Der Zuckerertrag je Hektar, das ist für die Rübenanbauer das wichtigste Ertragskriterium, liegt mit 11,6 t/ha zum Kampagnestart niedriger als im Vorjahr mit 12,3 t/ha, teilt der Landvolk-Pressedienst mit. Auf einer Fläche von rund 100.000 ha wachsen in Niedersachsen Zuckerrüben, damit gilt Niedersachsen bundesweit als wichtigste Erzeugungsregion für Zuckerrüben. Die Hackfrucht lockert Fruchtfolgen mit einem hohen Getreideanteil auf und hat einen hohen Vorfruchtwert für den Boden. Ein schwieriger Zuckermarkt, der durch weltweit hohe Lagerbestände in einzelnen Erzeugungsregionen wie beispielsweise Indien ebenso belastet wird wie durch ungleiche Wettbewerbsbedingungen in den verschiedenen Anbauregionen, wird den Anbau der Hackfrucht vermutlich weiter zurückdrängen.

Foto: DNZ