„Mentor“: Die Leselernhelfer suchen zusätzliche ehrenamtliche Unterstützer

Bürgermeister Marc Lahmann übernimmt Schirmherrschaft

Ursula Barz von den Leselernhelfern und Bürgermeister Marc Lahmann werben um Unterstützung.

BARSINGHAUSEN (red). Bürgermeister Marc Lahmann ist ab sofort neuer Schirmherr des Vereins „MENTOR – Die Leselernhelfer Barsinghausen-Schaumburg“. Mit diesem Schritt wolle er einerseits das Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer würdigen und andererseits Interessierte dazu animieren, die Arbeit des Vereins zu unterstützen. „Vielleicht gelingt es uns dadurch, neue Mentorinnen und Mentoren, die den Kindern und Jugendlichen die Freude am Lesen vermitteln, zu gewinnen“, erklärt der Verwaltungschef. „Seit 2005 sind wir in Barsinghäuser Schulen ehrenamtlich tätig und helfen Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 16 Jahren dabei, einen Zugang zu Büchern zu finden. Es geht uns nicht allein darum, den Jungen und Mädchen das Lesen beizubringen oder ihre Fähigkeiten zu verbessern, wir wollen ihnen auch die Welt der Literatur eröffnen“, beschreibt Ursula Barz die Arbeit der Mentoren. Um dem Engagement ein breiteres und solides Fundament zu geben, wurde schließlich 2010 der Verein „MENTOR – Die Leselernhelfer Barsinghausen-Schaumburg“ gegründet. Seitdem sind die ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren nicht nur im Stadtgebiet aktiv, sondern auch im Nachbarlandkreis. Lesen sei sehr wichtig, um Empathie und Phantasie zu fördern sowie das Selbstvertrauen zu stärken, ergänzt die Vereinsvorsitzende. Um dieses Ziel zu erreichen, werde den Kindern und Jugendlichen nicht nur diese Kernkompetenz vermittelt, der Verein kann auch auf einen umfangreichen Bücherfundus zurückgreifen, um das einmal geweckte Interesse an Literatur zu vertiefen. Aus Sicht des Bürgermeisters leisten die Mentoren in sozialer Hinsicht dadurch einen wichtigen Beitrag für die gesellschaftliche Entwicklung: Die Leselernhelferinnen und Leselernhelfer unterstützen mit ihrer Arbeit beispielsweise Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund durch das Lesen und Verstehen von Texten beim Deutschlernen. Jedes Kind, unabhängig von seiner sozialen oder kulturellen Herkunft, solle eine Chance auf gesellschaftliche Teilhabe erlangen, beschreiben Ursula Barz und Marc Lahmann eines der Ziele des Vereins. Zugleich werden durch die Arbeit auch die Bildungschancen der betreuten Jungen und Mädchen erhöht, denn das Risiko in der Schule aufgrund fehlender Sprach- und Lesekompetenzen abgehängt zu werden, sinke durch die Arbeit der Mentoren deutlich. Den Verwaltungschef beeindruckt bei dieser Arbeit insbesondere das 1:1-Prinzip, bei dem ein Mentor oder eine Mentorin einen Jungen oder ein Mädchen fördert. „Ich finde es bemerkenswert, mit wie viel Einsatz und Empathie die Leselernhelfer auf die Kinder und Jugendlichen zugehen, sich ihrer Schützlinge annehmen und ein Stück auf dem Weg ins Leben begleiten.“ Nach Ansicht von Ursula Barz trage dieses Konzept auch maßgeblich dazu bei, dass es den Mentorinnen und Mentoren immer wieder gelinge, Mädchen und Jungen für die Welt der Bücher zu begeistern.

Foto: Stadt