Mit Beginn der Weihnachtsmärkte zieht die Polizei eine erste Bilanz

REGION (red).

Mit dem Beginn diverser traditioneller Weihnachtsmärkte im Stadtgebiet von Hannover am 22. November startete die Polizeidirektion Hannover in einen Präventionseinsatz. Dabei galt und gilt es trotz des erhöhten Besucheraufkommens die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewähren und für sie schnell ansprechbar zu sein. Schnelles Einschreiten, knapp zweitausend Aufforderungen, die Mund-Nase-Bedeckung aufzusetzen, Straftaten und Ordnungswidrigkeiten im einstelligen Bereich. Bei dem diesjährigen Präventionseinsatz zur Vorweihnachtszeit gab es mehrere Gesichtspunkte, die das Handeln der Polizei bestimmten. Einhergehend mit dem erhöhten Besucheraufkommen geht auch ein Anstieg der Alltagskriminalität und der Polizeieinsätze einher. Ebenso muss nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz 2016 für die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher gesorgt werden. Durch die anhaltende Corona-Pandemie fand der Weihnachtsmarkt unter besonderen und angepassten Bedingungen statt, bei denen die Polizeidirektion Hannover der Region Hannover im Rahmen der Amtshilfe bei der Eindämmung der Pandemie unterstützend zur Seite steht. Bei dem Durchsetzen der Maßnahmen, um diesen Zielen gerecht zu werden, stießen die eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamten auf ein hohes Maß an Verständnis. Zu Gefährdungssituationen und Straftaten kam es selten. Der Großteil der Besucherinnen und Besucher kam den Aufforderungen – beispielsweise auf dem Weihnachtsmarkt die vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen – der Polizei nach. Sieben Verfahren wegen des Verstoßes gegen diese Vorschrift erfasste die Polizei seit Beginn. Beließen es die Einsatzkräfte bislang bei den meisten der festgestellten Verstöße gegen das Tragen der Bedeckung bei einer einfachen Ansprache, um zu sensibilisieren, werden die Verstöße zukünftig konsequent verfolgt, da die Regelungen nun als bekannt vorausgesetzt werden.

Am Dienstag, 23. November, randalierte ein 37-Jähriger am Ernst-August-Platz. Bei der Kontrolle stellten die Einsatzkräfte fest, dass er zwei offene Haftbefehle hatte. Der Randalierer wurde vorläufig festgenommen und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Am Mittwoch, 24.11.2021, wies sich eine 47-Jährige auf der Lister Meile mit einem falschen Attest aus. Die Einsatzkräfte leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen des Gebrauchs eines unrichtigen Gesundheitszeugnisses ein. Am Donnerstag, 25.11.2021, wurden zwei Zivilbeamte bei einer Kontrolle beleidigt und fertigten die jeweiligen Strafanzeigen. Am selben Tag stellten Einsatzkräfte einen 33-Jährigen in der Innenstadt fest, der sein Auto unter Drogeneinfluss fuhr. Ihn erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren.

Mit Blick auf die kommenden Tage weist die Polizei darauf hin, beim Besuch der Weihnachtsmärkte und der Innenstadt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Bereits am Wochenende vor der Öffnung der Märkte sorgte ein erhöhtes Verkehrsaufkommen für lange Staus und dementsprechend Wartezeiten. Die Polizei entspannte die Situation schließlich durch Verkehrsmaßnahmen. Um dies in den nächsten Tagen zu vermeiden, sollten Bürgerinnen und Bürger mit ihren Fahrzeugen den Innenstadtbereich meiden und beim Besuch während der Öffnungszeiten der Weihnachtsmärkte (täglich von 11:00 Uhr bis 20:00 Uhr) auf Alternativen ausweichen. Für jegliche Belange stehen die Polizei- und Ordnungsdienststreifen auf den Märkten und die Veranstaltungswache in der Schmiedestraße zur Verfügung.

Foto: Polizei